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ARD-Musikvermittlungsprojekt wird zur Reihe

22. April 2015 - 15:00 Uhr

Köln/Berlin (MH) – Das Musikvermittlungsprojekt der ARD geht mit einem "Gershwin-Experiment" in die zweite Runde. Aus dem 2014 als "Dvořák-Experiment" veranstalteten Projekt werde eine Reihe, die in den kommenden Jahren fortgesetzt werden soll. Das sagte der Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks (BR), Martin Wagner, am Mittwoch bei der ARD-Pressekonferenz in Köln. Der BR übernimmt in diesem Jahr die Federführung, Kooperationspartner ist erneut der Deutsche Musikrat.

ARD-Pressekonferenz

ARD-Pressekonferenz

Höhepunkt des Programms, mit dem die ARD Schüler bundesweit für klassische Musik begeistern will, ist am 12. November ein Konzert mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Unter der Leitung von Chefdirigent Mariss Jansons spielt das Ensemble die "Rhapsody in Blue" von George Gershwin und den vierten Satz aus György Ligetis "Concert Românesc", mit Denis Matsuev als Solist am Klavier. Das Konzert wird auf den ARD-Kulturradios, im Bayerischen Fernsehen und im Livestream sowie in den Sendesälen übertragen.

Bis dahin sind Schüler vorwiegend der 7. bis 10. Klassen eingeladen, sich mit Gershwin und Ligeti zu beschäftigen. Die ARD-Rundfunkanstalten und ihre Orchester bieten Informationen, Workshops und Veranstaltungen, um die Werke der beiden Komponisten kennenzulernen. Die besten Beiträge der Jugendlichen werden beim Abschlusskonzert vorgestellt. "Ich bin mir sicher, dass gerade junge Menschen viele persönliche und emotionale Bezüge zu dieser Musik finden und ihr Herz dafür öffnen", sagte Mariss Jansons in einer Videobotschaft.

Im vergangenen Jahr hatten nach ARD-Angaben sich mehr als 22.000 junge Menschen mit kreativen Ideen am "Dvořák-Experiment" beteiligt. "Wir können aber den Musikunterricht nicht ersetzen", betonte der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor. Musikrats- Generalsekretär Christian Höppner nannte das Projekt einen "Weckruf" für nachhaltige musikalische Vermittlung an die Verantwortlichen in Bildung und Kultur. "Klassik ist cool", würden viele Kinder feststellen, wenn man sie diese Musik erst einmal erleben lässt, meinte Höppner. Er habe zahlreiche Rückmeldungen von Klassen bekommen, in denen Schüler angeregt durch das Dvořák-Experiment ein Instrument lernen wollten.

(wa)

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