Leipziger Bach-Archiv erbt wertvolles Bach-Gemälde

29. April 2015 - 21:10 Uhr

Leipzig – Das Bach-Archiv Leipzig hat von einem amerikanischen Musikwissenschaftler ein berühmtes Porträt Johann Sebastian Bachs geerbt. Dabei handelt es sich um eines von nur zwei existierenden authentischen Porträts des Komponisten (1685-1750), teilte das Bach-Archiv am Mittwoch in Leipzig mit. Das Gemälde habe einen Wert von 2,5 Millionen US-Dollar.

Bach-Portrait, Haußmann 1748

Bach-Portrait, Haußmann 1748

Seit 1952 befand es sich im Besitz des US-Mäzens William H. Scheide. Er starb im November 2014 mit 100 Jahren und bestimmte zuvor in seinem Testament, dass das Bild nach Leipzig gehen solle. Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und der Präsident des Bach-Archivs, Sir John Eliot Gardiner, nahmen das Werk den Angaben zufolge am Mittwoch in New York von der Witwe Judith Scheide in Empfang.

Angefertigt wurde das Gemälde 1748 von Elias Gottlob Haußmann. Von dem Porträt existiert noch ein zweites Exemplar aus dem Jahre 1746. Es hängt seit 1913 im Bach-Zimmer des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig, ist aber konservatorisch in einem schlechteren Zustand als das jetzt vererbte Werk. Auf dieses Bildnis gehen laut Bach-Archiv sämtliche heute bekannte Abbildungen des Komponisten und Thomaskantors zurück. Es zeigt Bach im Alter von etwa 60 Jahren.

Das wertvolle Gemälde soll in den nächsten Wochen nach Leipzig kommen. Zur Eröffnung des Bach-Festes am 12. Juni soll es in der Nikolaikirche erstmals feierlich der Öffentlichkeit präsentiert werden. Danach werde es in der Schatzkammer des Bach-Archivs dauerhaft gezeigt, teilte die Einrichtung mit.

(dpa/MH)

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http://www.bach-leipzig.de

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