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Oper Nürnberg startet Wettbewerb "Meistersinger" – Spielzeit 2015/16 vorgestellt

30. April 2015 - 14:54 Uhr

Nürnberg – Die Oper Nürnberg richtet künftig einen Wettbewerb für junge Gesangstalente aus. Dabei werden alle zwei Jahre "Die Meistersinger von Nürnberg" gesucht, teilte das Staatstheater am Donnerstag bei der Vorstellung der Spielzeit 2015/16 mit. Halbfinale und Finale des Wettbewerbs werden im Opernhaus ausgetragen. Zum Abschluss gibt es ein Open-Air-Konzert mit den Preisträgern auf dem Hauptmarkt.

Opernhaus Nürnberg

Opernhaus Nürnberg

"La Bohème", "Rigoletto", "Carmen" und "Don Giovanni": Die Nürnberger Oper will in der kommenden Saison auch mit beliebten Stücken und großen Namen punkten. "Sie brauchen das in ihrem Repertoire, um bestimmte Sänger in ihrem Ensemble halten zu können", erklärte Staatsintendant Peter Theiler. Trotzdem gebe es auch viel Neues zu entdecken: Verdis "Rigoletto" werde beispielsweise von den Regie-Neulingen Verena Stoiber (Inszenierung) und Sophia Schneider (Bühne und Kostüme) auf die Bühne gebracht. Eröffnet wird die neue Spielzeit im Oktober mit der "Götterdämmerung", dem vierten und letzten Teil von Richard Wagners Ring des Nibelungen.

Nach der vieldiskutierten Turandot-Premiere in der laufenden Saison inszeniert der bekannte spanische Regisseur Calixto Bieito erneut ein Stück – diesmal Leos Janaceks letzte Oper "Aus einem Totenhaus". Für Musical-Fans gibt es "Kiss me, Kate" von Cole Porter.

Unter den Premieren im Schauspielhaus sind Shakespeares "König Lear", "Wilhelm Tell" von Schiller, "Die Schutzbefohlenen" von Elfriede Jelinek und Henrik Ibsens "Volksfeind". Auch eine neue Fassung von George Orwells "1984" wird zu sehen sein sowie Ferdinand von Schirachs "Terror". In dem Stück über einen Gerichtsprozess fungiere das Publikum als Schöffen, die am Schluss auf schuldig oder nicht schuldig plädieren, sagte Schauspieldirektor Klaus Kusenberg.

Tanzdirektor Goyo Montero wagt sich unter dem Titel "Latent" erstmals an ein abendfüllendes symphonisches Ballett mit Musik von Hector Berlioz. Ein "Projekt X" will er mit Realschülern aus Nürnberg einstudieren. "Ich hoffe, es wird ein Tanzstück. Vielleicht wird es aber auch ein Gesamtkunstwerk", sagte Montero.

Der Gesamtetat des Staatstheaters von 45 Millionen Euro sei im Vergleich mit anderen großen Häusern "maximal schmal aufgestellt", sagte der geschäftsführende Direktor Christian Ruppert – obwohl man bei den Künstlern in allen Sparten mit "Premium-Namen" arbeite.

(dpa/MH)

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http://www.staatstheater-nuernberg.de

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