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Ballettlegende Plissezkaja wollte Abschied im Familienkreis

04. Mai 2015 - 13:01 Uhr

Moskau – Die in München gestorbene russische Ballettlegende Maja Plissezkaja hat in ihrem Testament eine Einäscherung in Deutschland im engen Familien- und Freundeskreis verfügt. Das sagte der Direktor des Moskauer Bolschoi Theaters, Wladimir Urin, am Montag russischen Agenturen zufolge. Die Asche soll später über Russland verstreut werden – und zwar dann, wenn auch ihr Mann, der Komponist Rodion Schtschedrin (82), gestorben und eingeäschert sei, erklärte Urin.

Maja Plissezkaja

Maja Plissezkaja

"Wenn die traurige Stunde unseres Abschieds vom Leben angebrochen ist, soll unsere Asche vereint und über Russland verstreut werden", heiße es im letzten Willen. Einen offiziellen Trauergottesdienst werde es nicht geben, sagte Urin. Das Bolschoi will jedoch zum 90. Geburtstag von Plissezkaja am 20. November einen Gedenkabend inszenieren. Die Primaballerina und Choreographin war am Samstag im Alter von 89 Jahren an Herzversagen gestorben. Mit ihrem Ehemann hatte sie abwechselnd in München und Moskau gewohnt.

Plissezkaja wurde am 20. November 1925 in Moskau geboren. Am Bolschoi tanzte sie zwischen 1943 und 1989 die wichtigsten Rollen. Mit Auftritten in "Schwanensee" und "Dornröschen" erlangte sie Weltruhm. Daneben machte sie sich in ihrer mehr als 60-jährigen Karriere auch als Choreografin einen Namen. Kulturschaffende und Funktionäre würdigten sie als große Tänzerin und Schauspielerin.

(dpa/MH)

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http://www.bolshoi.ru

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