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Wissenschaftlicher Kongress "Der ganze Liszt"

17. Oktober 2011 - 07:05 Uhr

Zum 200. Geburtstag von Franz Liszt am 22. Oktober wird das Schaffen des Musik-Visionärs auch wissenschaftlich unter die Lupe genommen. Der Internationale Kongress "Der ganze Liszt – Liszt-Interpretationen" widmet sich den musikalischen Werken und ihrer Deutung sowie der Rezeption im 19. und 20. Jahrhundert. Vom 18. bis 21. Oktober 2011 nehmen 50 Wissenschaftler und Interpreten aus Europa, den USA und Kanada teil. Veranstalter des Kongresses ist das Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, das gemeinsam von der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena getragen wird.

Franz Liszt 1824

Liszts Œuvre wurde in den vergangenen 50 Jahren von der Musikwissenschaft regelrecht wiederentdeckt und gewinnt zunehmend auch im öffentlichen Musikleben einen neuen Stellenwert. So gewichtig die Impulse waren, die von dieser Entwicklung ausgingen, so unübersehbar sind die Defizite, die in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit seinem Werk nach wie vor bestehen. Bis heute gibt es weder ein Thematisches Werkverzeichnis noch eine vollständige Gesamtausgabe seiner Werke.

Anliegen des Weimarer Kongresses ist es einerseits, die Aufgaben für die künftige Lisztforschung zu definieren und andererseits vor dem Hintergrund einer umfassenden Bestandsaufnahme die oft widersprüchlich erscheinenden Facetten des Lisztschen Wirkens und Schaffens im Zusammenhang zu thematisieren. Ganz bewusst werden die verschiedenen Fragestellungen aus unterschiedlichen Perspektiven und Forschungstraditionen heraus diskutiert.

Neben Vorträgen und Diskussionen kommt auch die musikalische Praxis nicht zu kurz. Bereits im Rahmen der festlichen Eröffnungsveranstaltung bringt der Pianist Lev Vinocour unter anderem Liszts "Totentanz" in einer Fassung für Klavier solo zu Gehör (18. Oktober, 18:00 Uhr, Festsaal Fürstenhaus). Bei einem Lied-Rezital singt Elizabeth Packard Arnold Liszt-Lieder in verschiedenen Fassungen, am Klavier begleitet von Benjamin Arnold (20. Oktober, 19:30 Uhr, Festsaal Fürstenhaus). Außerdem gibt es am Freitag, 21. Oktober, einen Workshop "Liszt in der Neuen Welt" mit Erstaufführungen amerikanischer Filme und anschließenden Gesprächen (20:00 Uhr, Kommunales Kino "mon ami").

(wa)

http://www.hfm-weimar.de/

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