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Patricia Petibon singt italienische Barockarien

12. Juli 2015 - 09:15 Uhr

Sonntag, 12. Juli 2015 / 18:30 – 19:15 Uhr
ARTE

Musik (Deutschland 2011) Konzerte mit der französischen Sopranistin Patricia Petibon, die zu den führenden Sängerinnen der Barockmusik zählt, sind besonders und außergewöhnlich. Nur wenigen Künstlern gelingt es wie ihr, vor ihrem Publikum eine musikalische Gefühlswelt auszubreiten, die von tiefer Trauer bis hin zu ausgelassener Freude reicht. So auch bei dem Konzert in der Lissaboner Gulbenkian-Stiftung, bei der italienische Barockarien auf dem Programm standen. Mit den Musikern des Venice Baroque Orchestra unter der Leitung von Andrea Marcon geht Petibon auf eine musikalische Entdeckungsreise voller Spannung und Intensität.

Patricia Petibon

Patricia Petibon

Bei der Auswahl der Opernarien war für Patricia Petibon ausschlaggebend, starke Frauencharaktere zu wählen, die ihrer Stimme große Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Diese Charaktere mit extremen Gefühlen und Gegensätzen findet sie in den Werken barocker Meister und schwerpunktmäßig in den italienischen Opern Georg Friedrich Händels. Ein Beispiel dafür ist die bekannte Arie "Piangerò la sorte mia" aus "Giulio Cesare in Egitto", in der auf Cleopatras Schmerz und Trauer unvermittelt ein musikalischer Wutausbruch folgt.

Die Sopranistin Patricia Petibon wurde in Montargis (Frankreich) geboren. Schon als Kind am Klavierspiel und den schönen Künsten interessiert, studierte sie erst Musikwissenschaft am Pariser Konservatorium, bevor sie dort ein Gesangsstudium bei Rachel Yakar aufnahm, das sie 1995 mit einem Ersten Preis abschloss. Sie wurde von dem berühmten amerikanischen Dirigenten und Cembalisten William Christie entdeckt und arbeitete in der Folgezeit häufig mit seinem auf Barockmusik spezialisierten Orchester Les Arts Florissants zusammen.

Patricia Petibon wurde mit drei Victoires de la Musique Classique ausgezeichnet – 1998 als beste Nachwuchssängerin sowie 2001 und 2003 als beste Opernsängerin. Neben ihren gefeierten Auftritten an allen renommierten Opernhäusern weltweit ist Patricia Petibon auch eine gefragte Konzertsängerin. Im Jahr 2010 gehörten Orffs "Carmina Burana" unter der Leitung von Daniel Harding in München, Mozarts "Il sogno di Scipione" unter Harnoncourt in Wien und ein Programm mit italienischen Barockarien mit dem Venice Baroque Orchestra und Andrea Marcon in Schwetzingen und Paris zu ihrem Programm. Dazu erschien auch eine CD unter dem Titel "Rosso", ein Album mit italienischen Barockarien begleitet vom Venice Baroque Orchestra unter der Leitung von Andrea Marcon. Im Jahr 2011 erschien "Melancolía" mit spanischen Arien und Liedern.

(pt/wa)

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