Königin-Elisabeth-Wettbewerb 2015

23. August 2015 - 09:00 Uhr

Sonntag, 23. August 2015 / 18:25 – 19:10 Uhr
ARTE

Konzert (Belgien 2015, Erstausstrahlung) Der Concours Reine Elisabeth in Belgien zählt zu den international bedeutenden Musikwettbewerben. In diesem Jahr haben junge Geiger ihr Können unter Beweis gestellt. Das Abschlusskonzert fand am 11. Juni im Brüsseler Palais des Beaux-Arts statt. Die Preisträger Ji Young Lim, Alexey Semenenko und William Hagen spielten jeweils ein Violinkonzert ihrer Wahl, begleitet von den Lütticher Philharmonikern unter der Leitung von Christian Arming. ARTE zeigt Ausschnitte des Konzerts.

Abschlusskonzert

Abschlusskonzert

Der Amerikaner William Hagen (3. Preis) wählte das Violinkonzert Nr. 3 h-Moll op. 61 von Camille Saint-Saëns. Der aus Salt Lake City stammende Hagen studierte bei Robert Lipsett am Colburn Conservatory of Music in Los Angeles und bei Itzhak Perlman an der New Yorker Juilliard School. Im Anschluss an erste Wettbewerbserfolge stand er in den USA, Japan und Österreich bereits mehrfach mit Orchestern auf der Bühne. Musikalität, Eleganz und nie demonstrativ wirkende Virtuosität zeichnen sein Spiel aus.

Der Zweitplatzierte, Alexey Semenenko, spielte das Violinkonzert d-Moll op. 47 von Jean Sibelius, mit dem er auch das Finale bestritten hatte. Der junge Musiker wurde in Odessa geboren und lebt in Deutschland, wo er an der Kölner Hochschule für Musik von Harald Schoneweg und Zakhar Bron ausgebildet wurde. Der Gewinner des Moskauer Paganini-Wettbewerbs 2010 und Sieger der Young Concert Artist International Auditions 2012 in New York war 2015 auch beim Violin-Wettbewerb Boris Goldstein in Bern erfolgreich. Sein Spiel ist lebhaft, virtuos und gewandt.

Die Siegerin Ji Young Lim entschied sich ebenfalls für ihr Stück aus der Endrunde, das Violinkonzert D-Dur op. 77 von Johannes Brahms. Die Koreanerin studierte an der Korea National University of Arts bei Nam Yun Kim. Zu ihren bisherigen Erfolgen zählen der Henri-Marteau-Wettbewerb 2011 sowie die internationalen Geigenwettbewerbe in Montréal (2013) und Indianapolis (2014). Seit 2011 konzertierte sie in Berlin, Seoul, München, Montréal und Indianapolis. Ihre Interpretationen bestechen durch persönliche Ausdruckskraft, Einfallsreichtum und einen außergewöhnlichen Sinn für Klangfarben.

(pt/wa)

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