Konzertsaal-Neubau in Nürnberg offiziell angeschoben

17. September 2015 - 18:50 Uhr

Nürnberg – Nach der Entscheidung des Nürnberger Stadtrats für den Bau eines neuen Konzertsaals hat das Projekt die erste Hürde genommen: Der Stadtplanungsausschuss machte am Donnerstag den Weg frei für eine entsprechende Änderung des Bebauungsplans. Die Einleitung des Verfahrens wurde ohne größere Debatte beschlossen.

Meistersingerhalle Nürnberg

Meistersingerhalle Nürnberg

Die Planungen stünden damit allerdings erst ganz am Anfang, betonte Nürnbergs Baureferent Daniel Ulrich nach der Sitzung. Bis zum Baubeginn würden noch einige Jahre vergehen. "Wir werden allerdings jetzt schon parallel mit dem Planungsprogramm beginnen", erläuterte Ulrich. Für die künftige architektonische Gestaltung sei ein Ideenwettbewerb geplant.

Der Konzertsaal soll etwa 1500 Plätze haben. Er soll zudem der Oper als Ausweichspielstätte während der dringend nötigen Sanierung des Opernhauses dienen. Die denkmalgeschützte Meistersingerhalle soll ebenfalls saniert und zum Kongresszentrum umgewandelt werden.

Die Stadt sieht in dem Parkplatz neben der Meistersingerhalle die wirtschaftlichste Lösung. "Sie hat auch deshalb Charme, weil das Parkplatzgelände der Stadt gehört", sagte Ulrich. Zudem sei die Verkehrsanbindung gut. Als Ersatz für den großen Parkplatz prüft die Stadt den Bau einer Tiefgarage oder eines Parkhauses.

Nürnberg hat jahrelang mit dem Projekt gerungen. Da die Akustik in der rund 50 Jahre alten Meistersingerhalle seit jeher als unbefriedigend galt, fehlt in der fränkischen Halbmillionenstadt eine Spielstätte, die auch für bekannte internationale Orchester attraktiv ist. Dabei war zeitweise auch das Quelle-Areal als Konzertsaal-Standort im Gespräch.

(dpa/MH)

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http://www.meistersingerhalle.nuernberg.de

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