Baden-Württembergs Musikhochschulen bekommen unterschiedliche Profile

14. Oktober 2015 - 18:20 Uhr

Stuttgart/Berlin (MH) – Die fünf Musikhochschulen in Baden-Württemberg bekommen unterschiedliche Profile. Fächer wie Musikjournalismus, Dirigieren oder Musikdesign würden künftig nicht mehr an jeder einzelnen Einrichtung angeboten, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) am Mittwoch in Stuttgart. Der Kernbereich mit Orchestermusik, Gesang, Klavier und Pädagogik bleibe dagegen an allen Hochschulen erhalten.

Musikhochschule Stuttgart

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Die fünf Landeszentren sollen überregionalen "Leuchtturmcharakter" erhalten: Freiburg setzt die Musikforschung in Bezug zur musikalischen Praxis. Karlsruhe verbindet Journalismus mit Informatik, etwa um multimedial Musik vermitteln zu können. Mannheim legt den Fokus auf das Dirigieren. Stuttgart kümmert sich um moderne Musik und bezieht andere Kunstformen mit ein. Trossingen (Kreis Tuttlingen) behandelt modernes Sound-Design und Performance, also die Präsentation und Vermittlung von Musik.

In die neuen Schwerpunkte investiert das Land bis 2020 rund 28 Millionen Euro. Damit sollen zusätzliche Stellen geschaffen und die Vergütung der Lehrbeauftragten so weit erhöht werden, dass sie "bundesweit Standards setzt". Daneben sollen sich die Hochschulen auch stärker um die praktischen Aspekte der Ausbildung kümmern – dabei geht es etwa um die Tätigkeit als Lehrer oder als Freiberufler nach dem Studium.

In den Musikhochschulen bereiten sich rund 3.100 Studenten auf Tätigkeiten als Musiker und Lehrer vor. Bis 2018 sollen es rund 150 weniger sein.

(wa, mit dpa)

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