Minutenlanger Beifall für Pianist Bronfman in Semperoper

23. März 2016 - 23:23 Uhr

Dresden – Ein Auftritt in der Dresdner Semperoper ist für den amerikanischen Pianisten Yefim Bronfman zum Triumph geworden. Als der 57-Jährige am Mittwochabend bei einem Klavierrezital Sergej Prokofjews Sonate Nr. 7 spielte, hätte man eine Stecknadel im ehrwürdigen Opernhaus fallen hören können. Nach dem Konzert brauste minutenlanger Beifall für den Künstler auf.

Yefim Bronfman

Yefim Bronfman

Bronfman trägt in dieser Spielzeit den Ehrentitel "Capell-Virtuos" der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Mit dem Orchester hatte er am Montag bei den Salzburger Osterfestspielen gastiert und dabei mit Anne-Sophie Mutter (Geige) und Lynn Harrell (Cello) Beethovens Tripelkonzert gespielt.

In der Semperoper gehörte die Bühne allein Bronfman, der das Publikum zu elektrisieren schien. In seinem Konzert wandelte der Amerikaner mit usbekischen Wurzeln stilistisch auf ganz unterschiedlichen Pfaden – zwischen Romantik und der Moderne des 20. Jahrhunderts. Neben Robert Schumanns "Arabeske" und dem "Faschingsschwang aus Wien" erklangen die beiden Prokofjew-Sonaten Nr. 7 und 9. Bronfman zeigte sich in bester Spiellaune und ließ sich auch nicht lange zu zwei Zugaben bitten. Demnächst ist er in Dresden mit zwei Beethoven-Klavierkonzerten und dem Tripelkonzert in der Besetzung von Salzburg zu erleben.

(dpa/MH)

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