Englands heimliche Hymne: Land of Hope and Glory

03. April 2016 - 09:30 Uhr

Sonntag, 03. April 2016 / 23:15 – 00:10 Uhr
ARTE

Dokumentation (Deutschland 2015, Erstausstrahlung) Der prachtvoll instrumentierte Marsch "Pomp and Circumstance" mit seinem erhabenen Mittelteil "Land of Hope and Glory" wird nicht nur im Commonwealth zu fast jedem feierlichen Anlass gespielt. Die Komposition von Edward Elgar erklang erstmals 1902 bei den Londoner Promenade Concerts, dirigiert von deren Gründer Sir Henry Wood. Seitdem ist er fester Bestandteil der "Last Night of the Proms" – bis heute.

Last Night of the Proms

Last Night of the Proms

Der Marsch wurde auch als Englands Hymne bei den Commonwealth Games gespielt, für die sich alle vier Jahre die besten Sportler aus den Ländern des Commonwealth zu Wettkämpfen in verschiedenen Sportarten treffen. Sogar deutsche Fußballclubs wie Bayern München haben die Melodie zu Fangesängen gemacht. Und in Italien hielt das Werk unter dem Titel "Santa Chiesa di Dio" Einzug in die Kirchenmusik.

Axel Brüggemann und Axel Fuhrmann zeigen in ihrem Film, wo das Werk heute gespielt und gesungen wird. Dabei gehen sie der Frage nach, was Dirigenten, Musiker und das Publikum aller Schichten bis heute daran fasziniert. Aber die Dokumentation erzählt auch davon, wie der Komponist Edward Elgar am frühen Tod seiner Freunde und seiner Ehefrau zerbrach.

Entlang der weltweiten Wirkungsgeschichte seines bekanntesten Werkes, von seiner Entstehung bis heute, beleuchtet der Film in reduzierten Reenactments mit Szenen aus dem Leben des Komponisten, dokumentarischen Neudrehs an Originalschauplätzen und selten gezeigten historischen Filmaufnahmen auch die bis heute der breiten Öffentlichkeit wenig bekannte Biografie Edward Elgars.

(pt/MH)

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