Nürnberger Konzertsaal-Neubau: Freistaat Bayern übernimmt 75 Prozent der Kosten

08. April 2016 - 15:02 Uhr

Nürnberg – Der Freistaat Bayern übernimmt den Großteil der Kosten für den geplanten neuen Konzertsaal in Nürnberg. Bislang geht die Stadt von einer Investitionssumme von 50 bis 75 Millionen Euro aus. Der Freistaat werde 75 Prozent der Kosten tragen, sagte Finanzminister Markus Söder (CSU) am Freitag. Dieser Fördersatz sei 30 Prozent höher als üblich. "Wir glauben, dass es für Nürnberg eine wichtige Einrichtung ist", betonte Söder. "Hier wird ein wuchtiges Kulturzentrum entstehen."

Meistersingerhalle Nürnberg

Meistersingerhalle Nürnberg

Indem das Land keinen festen Betrag zahle, sondern sich prozentual an den tatsächlichen Kosten beteilige, erhalte die Stadt mehr Spielraum bei der Planung. "Ich würde mich freuen, wenn der Nürnberger Konzertsaal früher steht als der in München", sagte Söder.

Versprechen könne er dies zwar nicht, sagte Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD). "Ich bin mir aber einigermaßen sicher, dass das Eröffnungskonzert vor München stattfinden wird." Die Fertigstellung ist für das Jahr 2022 geplant. Auch in der Landeshauptstadt ist ein neuer Konzertsaal geplant. Maly dankte dem Land für den «fast einzigartig» hohen Fördersatz. Die Stadt sei "fest entschlossen", in dem bisher geplanten Kostenrahmen zu bleiben.

Der neue Konzertsaal soll neben der Meistersingerhalle gebaut werden und etwa 1.500 Plätze haben. Er soll zudem der Oper als Ausweichspielstätte während der dringend nötigen Sanierung dienen. Die 53 Jahre alte denkmalgeschützte Meistersingerhalle soll vom Jahr 2027 an ebenfalls saniert und zum Kultur- und Tagungszentrum umgewandelt werden. Da die Akustik in der Meistersingerhalle als unbefriedigend gilt, fehlte bisher in der fränkischen Halbmillionenstadt eine Spielstätte, die auch für international bekannte Orchester attraktiv ist.

(dpa/MH)

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