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Wuppertaler Oper setzt wieder auf eigenes Ensemble

20. Mai 2016 - 17:08 Uhr

Wuppertal – Die Wuppertaler Oper kehrt zur Arbeit mit einem festen Ensemble zurück. Das hat der neue Intendant Berthold Schneider am Freitag angekündigt. Außerdem gebe es wieder ein festes Repertoire. Damit beendet Schneider den umstrittenen Kurs seines Vorgängers Toshiyuki Kamioka. Zum festen Ensemble mit sechs Sängern kämen fünf weitere, die je nach Projekt eingesetzt werden.

Berthold Schneider

Berthold Schneider

Die Wuppertaler Bühnen stehen unter großem Spardruck. Kamioka hatte einen heftig kritisierten Stagione-Betrieb ohne festes Ensemble mit Gastsängern und zügig wechselnden Blockaufführungen eingeführt. Zum Ende der Spielzeit 2015/16 hatte er die Opernintendanz vorzeitig abgegeben.

Neue Wege will die Wuppertaler Oper unter Schneider mit dem Projekt "Sharing your Opera" gehen. "Wir laden die Zuschauer ein, ihre Fotos live während der Aufführung zu posten. Das ist wohl ein deutschlandweit einmaliges Projekt."

Auch das neue Programmheft führt ins Internet: Per QR-Code und Smartphone gelange man auf Internet-Seiten mit Informationen zu den Stücken, zu Hörbeispielen oder Videos.

Beginnen wird die Opern-Spielzeit am 17. September mit "Three Tales" von Steve Reich: Themen sind der Absturz der Hindenburg, die Atomversuche auf dem Bikini-Atoll und die Geschichte des Klon-Schafs Dolly. Schneider: "Zuschauer und Akteure sind gemeinsam auf der Bühne. Wir wagen es, dieses Stück in ein Stadttheater zu holen."

Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit der neuen Generalmusikdirektorin Julia Jones, sagte Schneider bei der Vorstellung des Programms für die Spielzeit 2016/2017. "Sie ist eine zukunftsweisende Wahl und hat auf der Konzert- und Opernbühne Großartiges geleistet. Wir schwingen künstlerisch auf einer Wellenlänge."

Die Spielzeit des Wuppertaler Sinfonieorchesters startet mit Beethovens Triple-Konzert und Mahlers 1. Sinfonie am 25. und 26. September. Auf dem Spielplan stehen zehn Sinfoniekonzerte, sechs Kammerkonzerte und vier des Chores. Besonderes Highlight sei die Aufführung der "Sai-Symphony", ein interkulturelles Werk für Orchester und Chor mit Solisten aus Indien und Afrika. Zu hören sein wird sie am 28. Mai 2017.

(dpa/MH)

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http://www.wuppertaler-buehnen.de

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