Chefdirigent der Bremer Philharmoniker stellt letzte Spielzeit vor

23. Mai 2016 - 17:01 Uhr

Bremen – Mit Werken von Bach, Wagner, Brahms und Beethoven verabschiedet sich der Chefdirigent der Bremer Philharmoniker und Generalmusikdirektor des Theaters, Markus Poschner, aus Bremen. Es werde eine Quintessenz von zehn Jahren, die sämtliche Motive aus dieser Zeit vereine, sagte Poschner am Montag bei der Vorstellung des Programms seiner letzten Bremer Spielzeit.

Markus Poschner

Markus Poschner

Im Juni 2017 wird Poschner dem Bremer Publikum nach zehn Jahren mit Symphonien von Ludwig van Beethoven Adieu sagen. Ab September nächsten Jahres wird der 45-Jährige Nachfolger von Dennis Russell Davies und übernimmt das Bruckner Orchester der österreichischen Stadt Linz.

Die Werke Bruckners seien eine unglaubliche Herausforderung, sagte Poschner. "Ich mag mich gerne damit beschäftigten, es interessiert mich sehr." Zehn Jahre Bremen sei eine lange Zeit. Die Stadt habe ihm aber nie einen Grund geliefert, die Zelte abzubrechen. Als Künstler muss man sich jedoch immer wieder neu finden und den Blick in eine andere Richtung lenken, sagte der gebürtige Münchner.

Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Aber es gebe außerordentlich gute Bewerbungen, sagte Bremens Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz. Poschner habe das Orchester einmalig nach vorne gebracht. "Es ist ein modernes innovatives Orchester", sagte sie.

Die Auslastung der Konzerte liegt seit Jahren bei über 80 Prozent. In der Spielzeit 2014/15 kamen rund 61.000 Besucher. Der Jahresetat liegt bei neun Millionen Euro, davon sind sieben Millionen städtischer Zuschuss. "Wir schreiben schwarze Zahlen", sagte Intendant Christian Kötter-Lixfeld.

(dpa/MH)

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