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Oper Stuttgart thematisiert 2016/17 "Freiheit"

02. Juni 2016 - 18:21 Uhr

Stuttgart/Berlin (MH) – Die Oper Stuttgart stellt in der kommenden Spielzeit die Themen "Freiheit" und "Grenzüberwindung" in den Mittelpunkt. Damit reagiere man auf die wachsende Fremdenfeindlichkeit in Deutschland, erklärten die Intendanten des Staatstheaters am Donnerstag. Angesichts intoleranter und aggressiver Bemühungen, das "Eigene" vom "Fremden" abzuschotten, "müssen wir uns jeden Abend aufs Neue in Erinnerung rufen, worin der ureigene Kern unserer Kunst liegt", sagte Chefdramaturg Sergio Morabito. Es ginge darum, einen fremden Blick auf das Vertraute zu wagen und im vermeintlich "Fremden" sich selbst als gemeint zu erkennen.

Opernhaus Stuttgart

Opernhaus Stuttgart

Auch die Grenzen zwischen seinen drei künstlerischen Sparten will das Haus in der Saison 2016/17 verwischen. So inszeniere Schauspielchef Armin Petras die Operette "Orpheus in der Unterwelt" und der Hauschoreograph des Stuttgarter Balletts, Demis Volpi, die Oper "Der Tod in Venedig".

Das Stuttgarter Modell mit drei gleichwichtigen eigenständigen Intendanten für Oper, Ballett und Schauspiel sei "eine Kostbarkeit", betonte Opernchef Jossi Wieler, der erneut mehrfach im Schauspiel inszeniert. Die Staatstheater Stuttgart sind mit 1.350 Mitarbeitern aus 50 Nationen das größte Drei-Sparten-Haus in Europa.

Für den Musiktheaterbereich kündigte Wieler insgesamt sieben Premieren an. Eröffnet wird die Reihe der Neuproduktionen im Großen Haus mit Charles Gounods Oper "Faust". Frank Castorf inszeniert damit erstmals eine Oper in Stuttgart. Händels "Alcina" zählt zu den acht Wiederaufnahmen der nächsten Spielzeit. Auch Calixto Bieitos "The Fairy Queen" kehrt auf die Bühne des Schauspielhauses zurück.

(wa, mit dpa)

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