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Musik nach dem Krieg – Kosovo zwischen Trauma und Neubeginn

23. November 2011 - 10:11 Uhr

Donnerstag, 24. November 2011 / 23:40 – 00:40 Uhr
Bayerisches Fernsehen

Dokumentation (Österreich/2011) Der Film begleitet eine außergewöhnliche Meisterklasse mit Musikern aus dem Kosovo und Serbien. Dem österreichischen Cellisten Meinhard Holler ist es erstmals gelungen, Musikstudenten der seit Generationen in Konflikt stehenden Völker zusammenzubringen. Im Kosovo und in Serbien hat er albanische und serbische Musiker gefunden, die auf hohem Niveau spielen. Am internationalen Kammermusikkurs "colluvio" und der anschließenden Tournee nehmen auch junge Studenten aus Österreich und Deutschland teil.

M. Holler und Violinistin

Auf dem abgeschiedenen Gut Hornegg, etwa 30 km südwestlich von Graz, proben Meinhard Holler und andere Dozenten zunächst zehn Tage lang mit den Studenten Trios für Klavier, Violine und Violoncello (Smetana, Debussy, Schostakowitsch). Mit großer Spannung erwarten alle die bevorstehende Konzerttournee in die Heimatstädte der Studenten. Die zweiwöchige Reise führt die Musiker nach Priština, die ethnisch geteilte Stadt Mitrovica, Prizren und Belgrad.

Im Mittelpunkt des Films steht die Leidenschaft der jungen Instrumentalisten für die Musik. Auf einer zweiten Ebene wird die fragile Freundschaft zwischen jungen Albanern und Serben dokumentiert, die Erinnerungen an den Kosovo-Konflikt, ein gänzlich unbewältigtes Kapitel europäischer Geschichte. Eingewoben in das Filmtagebuch hat Regisseur Walter Wehmeyer auch Aufnahmen seiner früheren Dreharbeiten im Kosovo – aus den Jahren 1992, nach der Niederwerfung der Autonomiebewegung, und 1998, kurz vor Ausbruch des Kosovo-Krieges.

(pt/wa)

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