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Jukka-Pekka Saraste dirigiert Werke von Dutilleux und Ravel

25. Juni 2016 - 10:15 Uhr

Samstag, 25. Juni 2016 / 20:15 – 21:35 Uhr
3sat

Konzert (Deutschland 2016, Erstausstrahlung) Jukka-Pekka Saraste führt durch den Gesangszyklus "Correspondances" für Sopran und Orchester von Henri Dutilleux sowie durch das Ballett "Daphnis und Chloé" von Maurice Ravel. Er dirigiert dabei den WDR Rundfunkchor Köln und das WDR Sinfonieorchester Köln. Die beiden französischen Komponisten sind weltbekannte Vertreter ihrer Kunstformen; Ravel ist ein Hauptvertreter des Impressionismus, Dutilleux der französischen Avantgarde. Das Konzert wurde im Februar in der Kölner Philharmonie aufgezeichnet.

Jukka-Pekka Saraste

Jukka-Pekka Saraste

Henri Dutilleux, der große Klangzauberer der französischen Moderne, hätte im Jahr 2016 seinen 100. Geburtstag gefeiert. Mit "Correspondances" steht eines seiner Spätwerke auf dem Programm. Es ist ein Auftragswerk der Berliner Philharmoniker, das in den Jahren 2002 bis 2003 entstanden ist. Der tief empfundenen Komposition liegen Zitate aus Briefen von Rainer Maria Rilke, Prithwindra Mukherjee, Alexander Solschenizyn und Vincent van Gogh zugrunde, deren Gedanken um Raum und Unendlichkeit, Mystik und Kosmos, Glauben und Humanität kreisen. Solistin ist die weltbekannte US-Amerikanerin Laura Aikin, die sich auch als Interpretin zeitgenössischer Musik einen Namen gemacht hat.

Maurice Ravels Ballett "Daphnis und Chloé" entstand ab 1909 im Auftrag von Sergei Djagilew, dem Impresario des berühmten Ensembles "Ballets russes". Das Libretto, das auf dem gleichnamigen Hirten- und Liebesroman des antiken griechischen Dichters Longos von Lesbos basiert, verfasste Ravel gemeinsam mit dem Choreografen Michel Fokine. "Daphnis und Chloé" wurde am 8. Juni 1912 im Pariser Théâtre du Châtelet uraufgeführt, Vaslav Nijinsky und Tamara Karsawina tanzten die Titelpartien, die musikalische Leitung hatte Pierre Monteux. Das rund einstündige Werk für gemischten Chor und großes Orchester, von Ravel selbst als "choreografische Sinfonie" bezeichnet, ist ein Meilenstein der impressionistischen Instrumentationskunst und wird heute vor allem im Konzertsaal gespielt.

Anschließend zeigt 3sat die Dokumentation ➜ Brahms in China – Mehr als Musik: Das WDR Sinfonieorchester auf Tournee.

(pt/MH)

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