Jennifer Holloway gefällt als "Salome" an der Semperoper

24. September 2016 - 22:54 Uhr

Dresden – Die Amerikanerin Jennifer Holloway hat ihr Rollendebüt als "Salome" in der gleichnamigen Strauss-Oper mit Bravour gemeistert. Bei der Premiere des Klassikers am Samstagabend in der Dresdner Semperoper wurde sie mit Bravo-Rufen und viel Applaus bedacht. Holloway überzeugte nicht nur stimmlich, sondern zog das Publikum auch mit ihrem schauspielerischen Können in den Bann. Wie sie die nach Liebe dürstende Prinzessin an der Grenze zwischen Kindheit und Jugend in allen Nuancen glaubwürdig darstellte, war hollywood-reif und hauchte dem Opern-Thriller ein hohes Maß an Authentizität ein.

"Salome"

"Salome"

Die Regie Michael Schulz' überzeugte gleichfalls. Zu Beginn hatte er das Umfeld Salomes am Hof des Herodes (Lance Ryan) als Spielzeug der Prinzessin auftreten lassen: Puppe, Teddybär, Cowboy und Nussknacker. Auch für die Schlüsselszene, den "Tanz der sieben Schleier", fand Schulz eine gute Lösung. Er gesellte Salome nacheinander sechs Burlesque-Tänzerinnen zur Seite, die Herodes sexuell erregen sollten und am Ende fast alle Hüllen fallen ließen. Viel Beifall gab es auch für Christa Mayer (Herodias), Markus Marquardt (Jochanaan) und Georg Zeppenfeld (Erster Nazarener). Das "Strauss"-Orchester Staatskapelle Dresden unter Omer Meir Wellber wurde frenetisch gefeiert.

"Salome" war 1905 in Dresden uraufgeführt worden. Zur Semperoper pflegte Strauss ein enges Verhältnis. Neun seiner 15 Opern brachte er hier heraus. Jennifer Holloway ist schon die achte Dresdner "Salome".

(dpa/MH)

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