Urteil im Bayreuther Wagner-Prozess verschoben

15. November 2016 - 15:13 Uhr

Bayreuth – Das Ringen um die Macht auf dem Grünen Hügel in Bayreuth zieht sich hin. Im Zivilverfahren am Landgericht Bayreuth um den Pachtvertrag des Festspielhauses laufen derzeit noch immer Verhandlungen um einen Vergleich. Zunächst wollte das Gericht am 17. November ein Urteil verkünden. Der Termin sei aber auf den 15. Dezember verschoben worden, sagte ein Sprecher am Dienstag. "Es besteht noch die Möglichkeit, dass sich die Parteien einig werden."

Festspielhaus Bayreuth

Festspielhaus Bayreuth

Das Festspielhaus gehört der Richard-Wagner-Stiftung, in der Bund und Freistaat Bayern die Mehrheit haben. Die Stiftung hat das Haus im Frühjahr bis zum Jahr 2040 an die Bayreuther Festspiele GmbH vermietet. Aufgrund der ausgehandelten Details könnten Bund und Freistaat Bayern beinahe allein über die Festspielleitung entscheiden. Die Kinder Wieland Wagners, darunter die Leiterin des Bonner Beethovenfestes, Nike Wagner, klagen dagegen – ebenso Wielands Schwester, Verena Lafferentz-Wagner.

Wieland Wagner hatte die Richard-Wagner-Festspiele von 1951 bis 1966 gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder geleitet. Nach seinem Tod übernahm Bruder Wolfgang allein. Inzwischen ist dessen Tochter Katharina die alleinige künstlerische Leiterin.

(dpa/MH)

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