Mezzosopranistin Vivica Genaux erhält Händel-Preis 2017

21. November 2016 - 15:37 Uhr

Halle/Berlin (MH) – Die US-amerikanische Mezzosopranistin Vivica Genaux erhält den Händel-Preis der Stadt Halle 2017. Die 47-Jährige gehöre zu den weltweit führenden Interpretinnen der Barock- und Belcanto-Musik, teilte die Stiftung Händel-Haus am Montag in Halle (Saale) mit. Genaux habe seit 2011 mehrere Konzerte bei den Händel-Festspielen gegeben, "die durch ihr ganz besonderes Timbre und durch eine hochgradig intensive Bühnenausstrahlung geprägt waren", hieß es in der Begründung.

Vivica Genaux

Vivica Genaux

Die Händel-Festspiele stellen im kommenden Jahr biblische Themen in den Kompositionen Georg Friedrich Händels (1685-1759) in den Mittelpunkt. Anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums werden unter anderem fünf verschiedene Oratorien präsentiert. Bei der Festival-Eröffnung feiert die szenische Aufführung von "Jephtha" Premiere. Den "Messiah" gibt es sowohl in der Dubliner Fassung von 1742 als auch der Londoner Version von 1743. Unter den Händel-Opern ist "Giustino" in einer Neuproduktion als Marionetten-Inszenierung zu erleben.

Vom 26. Mai bis 11. Juni 2017 sind mehr als 100 Veranstaltungen an 24 Orten geplant. Die Organisatoren versprachen eine Mischung aus hochkarätiger Barockmusik, Klassik, Jazz, elektronischen Klängen und Weltmusik von Solisten, Ensembles und Chören mit internationalem Renommee. Zu den Gast-Orchestern zählen Il Pomo d’Oro, das Pera Ensemble, Concerto Köln und die Lautten Compagney Berlin. Eigene Festkonzerte geben neben Vivica Genaux die schwedische Mezzosopranistin Ann Hallenberg und die italienische Altistin Sonia Prina sowie der katalanische Countertenor Xavier Sabata und der spanische Tenor Juan Sancho.

Das nach eigenen Angaben größte Musikfestival Sachsen-Anhalts wird traditionell von wissenschaftlichen Konferenzen begleitet. Im kommenden Jahr geht es unter dem Motto "Original? – Fälschung?" um Urheberfragen. Händel habe für seine Kompositionen die Musik anderer Komponisten verwendet. So stelle sich die Frage, worin eigentlich das Original seiner Werke bestehe, erklärte Festival-Intendant Clemens Birnbaum.

(wa)

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