Anzeige

Anzeige

Planungen für Münchner Konzertsaal kommen voran – Bau soll 2018 beginnen

23. November 2016 - 12:58 Uhr

München – Die Planungen für ein neues Konzerthaus in München kommen zügig voran – und nehmen immer konkretere Formen an. Neben einem großen Konzertsaal mit 1.800 Plätzen soll auch ein kleinerer Saal entstehen – der soll aber nun 600 Plätze haben statt 300 bis 500 wie ursprünglich geplant. Das berichtete Bayerns Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU) am Mittwoch im Kunstausschuss des Landtags. Bis Mai 2017 läuft nun ein Architektenwettbewerb, zudem sollen in Kürze die Verhandlungen mit dem Grundstückeigentümer über einen Pachtvertrag abgeschlossen werden. "Ziel ist, dass wir im Frühsommer 2018 mit den Bauarbeiten beginnen", sagte Spaenle.

Pfanni-Areal München Ostbahnhof

Pfanni-Areal München Ostbahnhof

Der Konzertsaal soll vor allem dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks eine Spielstätte auf Weltniveau bieten. Der Bau ist auf dem Gelände der ehemaligen Pfanni-Knödelfabrik hinter dem Ostbahnhof geplant; die Kosten werden auf mehr als 300 Millionen Euro geschätzt.

Spaenle versprach "ein Konzerthaus, das den höchsten Anforderungen genügt". Das Projekt, um das jahrelang gerungen und gestritten worden war, sei nun "unumkehrbar auf dem Gleis", betonte der Minister.

Zu den konkreten Kostenschätzungen wollte Spaenle aber noch nichts sagen. Belastbare Zahlen werde es erst nach Abschluss des Architektenwettbewerbs geben. Daran beteiligen sich 35 Büros. Die Beschwerde eines renommierten Architekten, der nicht aus den mehr als 200 Bewerbungen ausgewählt wurde, wiesen die Verantwortlichen zurück. Dieser sei zwar weit vorne gelegen, aber eben nicht unter den ersten 35. Es sei in dem Verfahren alles mit rechten Dingen zugegangen.

Neben dem großen und dem kleinen Konzertsaal soll es in dem Gebäude nach Worten Spaenles auch ein "Schaufenster" geben, einen Aufführungsort mit Werkstatt-Charakter. Dieser Bereich soll insbesondere von der Münchner Musikhochschule genutzt werden können.

Die SPD-Kulturpolitikerin Isabell Zacharias forderte einen "spektakulären Bau". "Das darf kein kreuzbraver Kasten aus Stahl und Glas werden", sagte sie. "Wir haben die Chance, hier eine international aufsehenerregende Kulturstätte zu schaffen." Bayern stehe auch in Konkurrenz zu anderen Weltstädten und deren Konzerthäusern. "Ich erwarte hier Sensationelles."

(dpa/MH)

Mehr zu diesem Thema:

Architektenwettbewerb für Münchner Konzertsaal soll im Spätsommer starten
(27.04.2016 – 11:36 Uhr)

Weitere Artikel zur Münchner Konzertsaalplanung

Link:

https://www.bayern.landtag.de

© MUSIK HEUTE. Alle Rechte vorbehalten – Informationen zum Copyright

Mehr zu diesen Schlagwörtern: , , , ,
Print Friendly
Andere Beiträge