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"Bravo"- und "Buh"-Rufe für Stuttgarter "Orpheus in der Unterwelt"

04. Dezember 2016 - 23:47 Uhr

Stuttgart – Vor einem gut gelaunten Publikum hat Stuttgarts Schauspielintendant Armin Petras am Opernhaus der Schwabenmetropole sein Operettendebüt mit "Orpheus in der Unterwelt" gegeben. Petras ließ das schrullige Lustspiel um die Beziehungen zwischen Menschen und Göttern mit vielen Videoprojektionen abspulen. Das Spektakel mit Musik von Jacques Offenbach (1819-1880) brachte die Zuschauer am Sonntagabend immer wieder zum Lachen. Als Petras zum Schlussapplaus mit seinem Team die Bühne betrat, mischten sich in die "Bravo"-Rufe für das darstellerisch und gesanglich starke Ensemble auch kräftige "Buhs".

"Orpheus in der Unterwelt"

"Orpheus in der Unterwelt"

Petras erzählt die Geschichte von dem Musikprofessor Orpheus (Daniel Kluge), der Eurydike (Josefin Feiler) aus einer Näherei ins bürgerliche Milieu bringt, schnörkellos. Die Ehe gerät in die Krise. Beide haben ihre Liebschaften, wahren aber den Schein – auf Geheiß der "Öffentlichen Meinung", auf deren Figur sich Petras besonders konzentriert.

Eurydikes Liebhaber entpuppt sich als Pluto, der Gott der Unterwelt, der die Schöne entführt. Es beginnt ein Wechselspiel zwischen einem strahlenden Götter-Himmel und der schwarzen Unterwelt, die im Bühnenbild von Susanne Schuboth an eine Kanalisation erinnert. Ein merkwürdiger Karneval aus Skelett-Figuren, Gruftis und einem Mann in einem Leoparden-Body (Kostüme: Dinah Ehm) prägt diese Welt.

(dpa/MH)

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