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Beifall für Hamburger Neufassung von Bergs "Lulu"

13. Februar 2017 - 00:13 Uhr

Hamburg – Generalmusikdirektor Kent Nagano hat an der Hamburger Staatsoper gemeinsam mit dem Regisseur Christoph Marthaler eine ausgeklügelte Neufassung von Alban Bergs Opern-Torso "Lulu" herausgebracht. Seine Rekonstruktion des nur fragmentarisch überlieferten Schlussakts der Oper fand wie die gesamte Neu-Produktion beim Premierenpublikum am Sonntagabend starken Beifall. Besonders gefeiert wurden Barbara Hannigan in der Titelpartie der Lulu und Anne Sofie von Otter als Gräfin Geschwitz. (➜ Rezension)

"Lulu"

"Lulu"

Nagano hatte den letzten Akt der "Lulu" nach den vorhandenen Partitur-Skizzen ganz ohne großes Orchester, praktisch nur mit drei Solo-Instrumenten, einer Geige und zwei Klavieren, in einer extrem ausgedünnten Kammermusik-Version spielen lassen. Erst nach der Szene mit der Ermordung Lulus durch Jack the Ripper im Londoner Elendsquartier trat das Philharmonische Staatsorchester wieder in Aktion und beendete den Premierenabend unter Naganos eindrucksvoller Führung ebenso überraschend wie bewegend mit Bergs berühmtem Violinkonzert.

Virtuos spielte Veronika Eberle den Solopart. Marthaler inszenierte die beziehungsreiche Koppelung der beiden kurz vor Alban Bergs Tod entstandenen Werke als surrealistisch verrätseltes Traumspiel. In ihm wurde Lulu in den Bühnenräumen von Anna Viebrock von vier Doppelgängerinnen begleitet.

(dpa/MH)

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Naganos ausgeklügelte Neufassung von Bergs "Lulu": Vor allem das Ende überrascht
(13.02.2017 – 11:07 Uhr)

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