Münchner Chefdirigent Gergiev hofft auf rasche Philharmonie-Sanierung

14. Februar 2017 - 16:57 Uhr

München – Valery Gergiev, Chefdirigent der Münchner Philharmoniker, hofft, dass die geplante Renovierung der Spielstätte des weltberühmten Orchesters in möglichst kurzer Zeit erfolgt. "Wir werden einen Weg finden, drei Spielzeiten durchzustehen", sagte Gergiev am Dienstag in München bei der Vorstellung des Programms für die Spielzeit 2017/2018. Wenn das Orchester aber fünf oder sechs Jahre lang auf andere Orte ausweichen müsse, werde es schwierig.

Valery Gergiev (M.)

Valery Gergiev (M.)

Die Philharmonie ist im Kulturzentrum Gasteig untergebracht, das in die Jahre gekommen ist. Außerdem gab es immer wieder Kritik an der Akustik des Konzertsaales. Die Betreiber hoffen, dass der Stadtrat am 5. April über die geplante Baumaßnahme entscheidet, um vielleicht schon 2020 mit den Arbeiten beginnen zu können.

Mit dem weltberühmten Orchester hat Gergiev sich nach fast eineinhalb Jahren gut eingespielt. "Ich genieße es, mit so vielen wunderbaren Musikern zu arbeiten", sagte der Russe weiter. Die neue Spielzeit will er im September mit Symphonien von Anton Bruckner starten, darunter die romantische Symphonie Nr. 4 Es-Dur. Auch Werke von Sergej Rachmaninow, Johannes Brahms, Ludwig Beethoven oder Igor Strawinsky stehen im Programm. Als Gäste am Pult erwarten die Philharmoniker etwa Kent Nagano und Zubin Mehta.

Auch viele Reisen hat das Orchester geplant, unter anderem nach New York, Wien und China. Ganz sicher soll es auch die Konzerte für Kinder wieder geben. Junge Leute für Musik zu begeistern, hält Gergiev für besonders wichtig: "Das ist eine unserer Topprioritäten".

(dpa/MH)

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