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"Young Philharmonic Orchestra Jerusalem Weimar" spielt Weihnachten im Heiligen Land

16. Dezember 2011 - 14:10 Uhr

Das "Young Philharmonic Orchestra Jerusalem Weimar" gibt über Weihnachten seine ersten Konzerte im Heiligen Land. Die Israel-Reise sei das Pendant im Partnerland zu den hiesigen Auftritten im Sommer, teilte die Hochschule für Musik "Franz Liszt" Weimar am Freitag mit. Die Leitung des Orchesters teilen sich der Weimarer Dirigier-Student Alexander Merzyn sowie die israelische Dirigentin Karin Ben-Josef.

YPO Jerusalem Weimar

Von der "Zukunftsfähigkeit eines Ensembles" sprach die "Süddeutsche Zeitung" bereits nach dem Debütkonzert des "Young Philharmonic Orchestra Jerusalem Weimar" im August 2011 in der Weimarhalle. Das aus Studenten der Jerusalem Academy of Music and Dance und der Weimarer Musikhochschule sowie Schülern der jeweiligen Hochbegabtenzentren gebildete Orchester setzt seine erfolgreich begonnene Zusammenarbeit nun fort.

Beim "Sounds of the dessert festival" spielen die jungen Musiker am 25. Dezember zunächst im Kibbuz "Sde Boker". Auf dem Programm stehen das fünfte Klavierkonzert des österreichischen Komponisten Henri Herz, Johannes Brahms' Tragische Ouvertüre sowie Karl Goldmarks Violinkonzert in a-Moll. Solisten sind die in Weimar studierende, georgische Pianistin Mariam Batsashvili sowie der israelische Geiger Roi Shiloah. Dasselbe Programm, ergänzt um Viktor Ullmanns "Thema, Variationen und Fuge über ein hebräisches Volkslied", orchestriert von Michael Wolpe, erklingt am 27. Dezember im YMCA in Jerusalem und am 28. Dezember im "Einav center for culture" in Tel Aviv.

"Jerusalem-Weimar: zwei Städtenamen von magischer Natur, bei deren Klang niemand zuerst an geographische Koordinaten denkt", schrieb der Weimarer Musikhochschulpräsident Prof. Dr. Christoph Stölzl über das neu gegründete Orchester. "Unsere deutschen Studenten werden bei ihrer Israelfahrt staunend gewahr werden, dass die zeitlich jüngste Kulturbotschaft Weimars, das 'Neue Bauen' des Bauhauses, seine treusten Anhänger, seine reichste Verwirklichung unter den zionistischen Siedlern Palästinas in den 1930er Jahren gefunden hat. Das Bauhaus wollte Raum für eine neue, bessere Gesellschaft erschaffen. Wir Nachgeborenen wissen heute, dass es nicht die äußeren Formen sind, die Humanität verbürgen. Sie gelingt in jeder neuen Begegnung zwischen Menschen, die guten Willens sind. Dass unser Jerusalem-Weimar, vermöge der Himmelsmacht Musik, auf das Schönste gelingt, dessen bin ich gewiss."

(wa/pt)

http://www.hfm-weimar.de/

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