Dirigent Ticciati will "Idee von Gemeinschaft vermitteln"

25. April 2017 - 16:00 Uhr

Berlin – Der Brite Robin Ticciati übernimmt zum Beginn der kommenden Spielzeit die Leitung des Deutschen Symphonie-Orchesters (DSO) in Berlin. In einer Zeit, in der "Klickraten und allgemeine Verunsicherung" die Gesellschaft beherrschten, wolle er mit Hilfe der Musik eine Idee von Gemeinschaft vermitteln, sagte Ticciati am Dienstag zur Vorstellung des Programms für die Saison 2017/18.

Robin Ticciati

Robin Ticciati

Neben Konzerten in der Berliner Philharmonie plant Ticciati Auftritte im Neuköllner Theater "Heimathafen", in einem früheren Heizkraftwerk sowie in einem Einkaufszentrum. Dabei wird er Werke unter anderem von Gustav Mahler, Anton Bruckner sowie Hector Berlioz' monumentales Oratorium "L’Enfance du Christ" leiten.

Gastdirigenten sind in der nächsten Saison unter anderem Christoph Eschenbach, Manfred Honeck und Alain Altinoglu. Zu den Solisten zählen die Pianisten Pierre-Laurent Aimard und Leif Ove Andsnes sowie die Geiger Christian Tetzlaff, Lisa Batiashvili und Isabelle Faust.

Ticciati (34) folgt Dirigenten wie Ferenc Fricsay, Lorin Maazel, Riccardo Chailly, Kent Nagano und Ingo Metzmacher, die an der Spitze des 1946 als RIAS-Symphonie-Orchester (RSO) gegründeten Ensembles standen. Er gilt als einer der aufstrebenden Dirigenten der jungen Generation. Neben dem DSO wird Ticciati weiter die musikalische Leitung des Opernfestivals im britischen Glyndebourne behalten.

(dpa/MH)

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