Oper Nürnberg setzt 2017/18 Troja-Schwerpunkt

04. Mai 2017 - 16:53 Uhr

Nürnberg/Berlin (MH) – In seiner letzten Spielzeit als Intendant und Opernchef am Staatstheater Nürnberg setzt Peter Theiler einen Schwerpunkt auf den Sagenkreis des Trojanischen Krieges. Gleich drei Opern beschäftigen sich mit dem Thema: Hector Berlioz' "Die Trojaner" (Les Troyens) in der Regie von Calixto Bieito eröffnet die Saison 2017/18, die das Haus am Donnerstag vorstellte. Es folgen Mozarts selten gespielter "Idomeneo" und Monteverdis "Die Rückkehr des Odysseus". Ein Symposium "Krieg, Irrfahrten und Heimkehr" widmet sich dem Mythos Troja in den drei Werken von wissenschaftlicher Seite.

Staatsintendant Peter Theiler

Staatsintendant Peter Theiler

Ihm sei Nürnberg mit seiner dicken Mauer anfangs auch ein wenig wie Troja vorgekommen, sagte Theiler bei der Spielplanpräsentation am Donnerstag. "Wir mussten diese Stadt erobern." Er sei jedoch gern hier gewesen und bleibe trotz seines freiwilligen Abschieds "bis zum letzten Moment ein Nürnberger".

Nach zehn Jahren in Franken wechselt Theiler zur Spielzeit 2018/19 an die Semperoper in Dresden. Sein Nachfolger wird Jens-Daniel Herzog. Dessen "Tosca"-Inszenierung von 2011 wird im Juni 2018 wieder aufgenommen. Weitere Premieren sind unter anderem Gioacchino Rossinis "Der Barbier von Sevilla" (Regie: Josef E. Köpplinger) und Bernd Alois Zimmermanns "Die Soldaten" (Regie: Peter Konwitschny).

Zimmermann und Leonard Bernstein, deren 100. Geburtstage die Musikwelt 2018 begeht, bilden auch Schwerpunkte der Konzertsaison in Nürnberg. Generalmusikdirektor Marcus Bosch nimmt danach ebenfalls den Hut; er lehrt künftig an der Hochschule für Musik und Theater in München. Seine Nachfolge ist noch nicht festgelegt.

(wa, mit dpa)

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