Dresdner Philharmonie will mit neuem Saal weiter wachsen

10. Mai 2017 - 17:31 Uhr

Dresden – Die Dresdner Philharmonie sieht sich mit ihrem neuen Konzertsaal im umgebauten Kulturpalast am Beginn einer neuen Ära. Die guten Arbeitsbedingungen forderten einen Qualitätssprung geradezu heraus, sagte Chefdirigent Michael Sanderling am Mittwoch bei der Vorstellung der neuen Spielzeit – es ist die 147. des städtischen Orchesters: "Wir haben die Chance, mit dem Saal noch weiter zu wachsen."

Michael Sanderling und Frauke Roth

Michael Sanderling und Frauke Roth

Allein in einem solchen Raum zu proben, sei motivierend. Endlich habe die Musikstadt Dresden den ihr gebührenden Saal. Der Kulturpalast war seit 2012 für rund 100 Millionen Euro umgebaut worden und hat als Herzstück nun einen akustisch hochwertigen Saal.

Nach der langen Interimszeit ohne eigenes Haus will die Philharmonie fortan wieder "Blockbuster" der Klassik spielen, kündigte Sanderling an. Schon der Saisonauftakt erklingt bei Gustav Mahlers "Sinfonie der Tausend" in großer Besetzung. Auch mehrere Sinfonien von Anton Bruckner stehen auf dem Programm. Als Uraufführung wurde ein "Requiem für Syrien" von George Alexander Albrecht angekündigt.

Im September wird auch die neue Konzertorgel eingeweiht. Als "Palastorganist" konnte für die Saison 2017/18 Olivier Latry gewonnen werde, der Titularorganist der Kathedrale Notre Dame de Paris. "Artists in Residence" der Spielzeit sind die französischen Pianistinnen Katia und Marielle Labèque. Der Pole Krzysztof Penderecki ist "Composer in Residence". Als Gastdirigenten sind unter anderen Marek Janowski, Charles Dutoit und Juanjo Mena zu erleben. Bertrand de Billy dirigiert als Erster Gastdirigent drei Programme. Als Solisten treten beispielsweise Julia Fischer, Alice Sara Ott und Arabella Steinbacher mit der Philharmonie auf.

Anoushka Shankar spielt ein Konzert für Sitar und Orchester ihres Vaters Ravi Shankar. Bei einer Vorführung des Filmes "Harry Potter und der Stein der Weisen" spielt das Orchester live die Musik von John Williams. Sanderling setzt bei seinen Konzerten die Einspielung sämtlicher Sinfonien von Ludwig van Beethoven und Dmitri Schostakowitsch fort. Tourneen und Gastspiele führen die Dresdner Philharmonie in die Niederlande und Großbritannien sowie verschiedene Städte in Deutschland.

(dpa/MH)

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