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Beethoven entdecken: Start der Serie

28. Dezember 2011 - 18:42 Uhr

Donnerstag, 29. Dezember 2011 / 20:15 – 23:30 Uhr
zdf.kultur

ZDFkultur entdeckt Beethoven. In den nächsten Wochen zeigt der Sender alle neun Folgen der Serie "Beethoven entdecken". Musikschriftsteller Joachim Kaiser und Stardirigent Christian Thielemann diskutieren, was das Einzigartige an Beethovens neun Sinfonien ist und vergleichen die Interpretationen verschiedener Dirigenten. Anschließend gibt es Aufzeichnungen der jeweiligen Werke. Ergänzt werden die Programme durch Beiträge des Kurzfilmwettbewerbs "Look at Beethoven" und die Mini-Serie "Diabelli – Variationen" aus der 3sat-Sendung "Kulturzeit".

Beethoven entdecken: Sinfonie Nr. 1 (20:15 – 21:05 Uhr)

Kaiser (l.), Thielemann

Man könne nach Beethoven keine Sinfonien mehr komponieren, meinte einst Johannes Brahms. Natürlich hat Brahms trotzdem Sinfonien geschrieben, so wie viele große Komponisten im 19. und 20. Jahrhundert auch. Der maßgeblichen Bedeutung der Sinfonik Ludwig van Beethovens aber war man sich stets bewusst. Wer heute Beethoven neu entdecken will, hat es dagegen nicht ganz leicht, angesichts der ungeheuren Menge an Musik, die seitdem komponiert und produziert worden ist.

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 1 in C-Dur (21:05 – 21:30 Uhr)

In dieser Aufzeichnung dirigiert Herbert von Karajan die Berliner Philharmoniker. Beethoven selbst leitete die Uraufführung seiner ersten Sinfonie in C-Dur am 2. April 1800 in Wien. Schon die Anfangstakte lassen ahnen, dass hier ein Komponist im Begriff ist, musikalisches Neuland zu erobern: Die Sinfonie beginnt, völlig unüblich, mit einem Dominant-Septakkord und lässt den Hörer erst mal über die eigentliche Tonart im Unklaren.

Look at Beethoven: "Deutschlandsessel" (21:30 – 21:40 Uhr)

Seit sechs Jahren veranstaltet das Beethovenfest Bonn den Kurzfilmwettbewerb "Look at Beethoven". Er soll Kreative aus allen künstlerischen Bereichen dazu ermutigen, neue Formen der visuellen Auseinandersetzung mit klassischer Musik zu finden. Fünf Kurzfilme werden jedes Jahr von einer Jury ausgezeichnet. ZDFkultur zeigt die prämierten Filme von 2010 und 2011.

In dem 2010 ausgezeichneten Kurzfilm Deutschlandsessel geht ein roter Sessel auf Deutschlandreise. An verschiedenen Orten macht er Halt, Menschen ruhen sich auf ihm aus und hören dabei Musik – jeder auf seine ganz persönliche Weise.

Beethoven entdecken: Sinfonie Nr. 2 (21:40 – 22:40 Uhr)

Beethoven 1803

Seine zweite Sinfone in D-Dur, op. 34, hat Ludwig van Beethoven am 5. April 1803 selbst zur Uraufführung gebracht. Mit diesem Werk festigte er seinen wachsenden Ruhm und etablierte das Scherzo endgültig als Sinfoniesatz. Um die Besonderheiten des Werkes anschaulich werden zu lassen, illustrieren Joachim Kaiser und Christian Thielemann ihre Analyse auch diesmal wieder mit Interpretationsvergleichen berühmter Dirigenten.

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 2 in D-Dur (22:40 – 23:15 Uhr)

Rafael Kubelik dirigiert das Concertgebouw Orchester. Die Aufnahme von 1970 unternimmt den Versuch, der visuellen Darstellung eines Sinfoniekonzerts neue Seiten abzugewinnen. Durch ungewöhnliche Perspektiven und extreme Detailaufnahmen werden der Prozess des Musizierens und damit auch die Musik selbst in besonders intensiver Weise erfahrbar.

Look at Beethoven: "Reise ins Offene" (23:15 – 23:25 Uhr)

Die Percussionisten Victor Kraus und Martin Frink gehen auf eine musikalische Reise. Nahe einer Satellitenanlage und in verlassenen Industriegebieten bauen sie ihre Instrumente auf und spielen. Zweck ihrer Reise: Die Faszination Neuer Musik erlebbar zu machen. Unterstützt wir das Duo von der Geigerin Patricia Kopatchinskaja, dem Komponist Márton Illés und Roger Willemsen. Sie erläutern, was für sie persönlich den Reiz Neuer Musik ausmacht.

Diabelli-Variationen (Teil 1) Rudolf Buchbinder: Beethovens Werkstatt (23:25 – 23:30 Uhr)

Mit den Originalhandschriften lässt sich die Entstehung der Diabelli-Variationen in jedem Stadium nachvollziehen. Hier spiegelt sich die ungeheure Arbeitskraft und Willensstärke Ludwig van Beethovens wider. Der Pianist Rudolf Buchbinder entziffert die Manuskripte, um in seinen Interpretationen der Intention des Komponisten so nah wie möglich zu kommen.

Die Sendungen werden nachts ab 03:15 Uhr und am kommenden Vormittag ab 09:15 Uhr wiederholt.

(pt/wa)

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