Frankfurter Bühnensanierung wird teuer

06. Juni 2017 - 17:06 Uhr

Frankfurt am Main – Ein Neubau der maroden Städtischen Bühnen in Frankfurt könnte einem Gutachten zufolge bis zu 889 Millionen Euro teuer werden. Die Kosten für eine Sanierung werden auf 848 Millionen bis 868 Millionen Euro geschätzt, wie aus der am Dienstag vorgestellten Machbarkeitsstudie hervorgeht. Darin eingerechnet sind Kosten für Ausweichstandorte und mögliche Preissteigerungen. Die Studie sieht drei Varianten vor: Eine elf Jahre dauernde Sanierung bei laufendem Betrieb, eine auf acht Jahre angelegte Sanierung mit vorübergehender Schließung einer der beiden Bühnen oder einen Abriss und Neubau am jetzigen Standort mit sechsjähriger Bauzeit.

Oper Frankfurt

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Die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) sprach von einer Herausforderung. "Eine weitreichende politische Entscheidung steht an." Das Gutachten gebe keine politische Entscheidung vor.

"Von Sanierung kann fast nicht mehr die Rede sein, sondern vom Startschuss für etwas Neues", sagte Baudezernent Jan Schneider angesichts der Größenordnung des Projekts. Die Studie zeige drei Möglichkeiten auf, wie das 1963 gebaute Gebäude von Schauspiel und Oper in der Frankfurter Innenstadt saniert werden könne. Er forderte, angesichts der erwarteten Kosten müsse auch darüber nachgedacht werden, was ein Neubau an anderer Stelle kosten würde.

(dpa/MH)

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