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Hochleistungssport Operngesang: Dokumentation und Konzert

04. Januar 2012 - 12:35 Uhr

Freitag, 06. Januar 2012 / 11:45 – 13:00 Uhr
Bayerisches Fernsehen

Die Dokumentation "Hochleistungssport Operngesang" gewährt Einblicke in den riskanten Berufsalltag des Opernsängers und räumt mit Vorurteilen auf. Zu Wort kommen unter anderem Anja Harteros, Christa Ludwig und Edda Moser sowie Jonas Kaufmann. Der Tenor singt anschließend Arien von Wagner, Weber und Beethoven.

Hochleistungssport Operngesang (11:45 – 12:15 Uhr)

Anja Harteros

Dokumentation (Deutschland/2011) Opernsänger ist ein Traumberuf, doch der Weg zu einer erfolgreichen Sängerkarriere ist mühsam und voller Fallstricke. Denn Singen in der Oper ist Hochleistungssport – mit allen Risiken und Nebenwirkungen. Opernsänger müssen an ihre physischen Grenzen gehen und riskieren jeden Abend Verletzungen ihres Stimmapparates. Im Gegensatz etwa zu Top-Fußballern werden Verletzungen der Stimme meist totgeschwiegen. Ein Sänger, der öffentlich über Stimmprobleme oder seelische Krisen spricht, muss damit rechnen, rapide an Marktwert zu verlieren.

Gefeierte Opernstars wie Jonas Kaufmann und Anja Harteros erzählen von Krisensituationen und deren Überwindung. Und ein Star ganz anderer Art hat in diesem Film seinen Auftritt – der Facharzt für die teuersten Stimmbänder der Welt: Dr. Reinhard Kürsten, in dritter Generation Sängerarzt vis-à-vis der Wiener Staatsoper. Edda Moser spricht über das Thema Macht auf der Bühne, der polnische Tenor Piotr Beczala über die vielen äußeren Faktoren, die stimmen müssen, damit ein Sänger Höchstleistungen abrufen kann. Die Gesangslegende Christa Ludwig berichtet von der Versuchung, über die eigenen Möglichkeiten hinausgehen zu wollen – und über den hohen Preis, den sie dafür zahlen musste.

Jonas Kaufmann singt deutsche Arien (12:15 – 13:00 Uhr)

Jonas Kaufmann

Konzertmitschnitt (Deutschland/2010) Ein paar Jahre lang war der Tenor Jonas Kaufmann Ensemblemitglied am Opernhaus Zürich, bevor er von London, Paris, Mailand, Salzburg und Wien – und schließlich doch noch von seiner Geburtsstadt München entdeckt wurde.

Einem Galakonzert und einem Liederabend folgte der Lohengrin-Triumph bei den Münchner Opernfestspielen 2009. Als Mozart-Tenor hat Kaufmann angefangen – ohne je wie ein deutscher Mozart-Tenor zu klingen: Sein glutvolles, dunkles Timbre, die baritonale Färbung seiner Stimme und seine perfekte Idiomatik machen ihn zum idealen Vertreter des italienischen und französischen Repertoires. Auf den großen Bühnen der Welt feiert man den charismatischen Sänger inzwischen als Cavaradossi, Don José und Werther.

Und doch lockt ihn natürlich das schwerere deutsche Fach: Mit Parsifal, Stolzing und Siegmund hat er sich schon vorgestellt. Bei diesem Konzert 2010 mit dem Münchner Rundfunkorchester in der Philharmonie im Münchner Gasteig hat er auf eindrucksvolle Weise bestätigt, dass er über seinen Tamino noch nicht hinaus- und in Wagners wichtigste Partien schon längst hineingewachsen ist.

(pt/wa)

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