Neue Stühle für Berliner Staatsoper und mehr Beinfreiheit

26. Juli 2017 - 19:37 Uhr

Berlin – An Komfort soll es nicht mangeln – im Gegenteil: Auf ihren 1.356 Sitzplätzen verspricht die Staatsoper Unter den Linden im runderneuerten Haus einen ungestörten Musikgenuss. Von jedem Platz aus sollen die Zuschauer das Geschehen auf der Bühne hautnah miterleben können, sagte der designierte Ko-Intendant Matthias Schulz am Mittwoch bei der Präsentation der neuen Stühle für das Opernhaus. "Es wird ein sehr intimes Erlebnis sein."

Staatsoper Außenansicht

Staatsoper Außenansicht

Die neuen Stühle, den bisherigen Sesseln nachgebaut, seien nach neuesten ergonomischen Erkenntnissen entworfen – aber auch angepasst an die akustischen Erfordernisse, die zu den Bedingungen der Renovierung gehören. Die Saaldecke wurde um fünf Meter erhöht damit die Musik eine halbe Sekunde länger nachhallen kann – ganze 1,6 Sekunden, wie es sich Generalmusikdirektor Daniel Barenboim gewünscht hatte.

Für die neuen Stühle wurde den Angaben zufolge ein dünneres Polster eingebaut. Bei den früheren Sesseln sei der Klang stärker abgefedert worden, erläuterte Andreas Gafko vom österreichischen Hersteller Zehetner. "Mehr Polsterung, mehr Absorption", laute die Formel. Es werde auch mehr Platz als bisher für die Beine geben.

Nach sieben Jahren wird die Staatsoper am 3. Oktober wieder für das Publikum öffnen. Das Ensemble von Intendant Jürgen Flimm und Barenboim zieht in diesen Wochen in ihr Stammhaus ein. Die Rückkehr aus der Ausweich-Spielstätte im Schiller Theater hatte sich wegen Pannen, Unstimmigkeiten und Überraschungen um vier Jahre verzögert.

(dpa/MH)

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