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Das große Comeback – Josef Bulvas Weg zurück ins Rampenlicht

15. April 2011 - 19:42 Uhr

Sonntag, 17. April 2011 / 13:45 – 14:30 Uhr
Das Erste

Josef Bulva ist einer der schillerndsten Pianisten des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Karriere des Virtuosen befand sich stets zwischen Aufstieg und Fall.

Pianist Josef Bulva (Foto: © SWR/Reto Klar)

In den 50er Jahren galt der 1943 in Brünn geborene Bulva als Wunderkind. Er überzeugte das Konzertpublikum mit Spitzenwerken der virtuosen Klavierliteratur und war ein willkommenes Aushängeschild der Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik. 1971 wurde seine rege Konzert- und Aufnahmetätigkeit durch einen schweren Unfall abrupt beendet: Bei einem Unfall erlitt er 54 Knochenbrüche. Acht Monate steckte er in einem Gipskorsett.

Nach seiner Genesung nutzte Josef Bulva eine Auslandstournee zur Flucht in den Westen, wo er intensiv an seinem Comeback arbeitete. Bald feierte ihn die Fachwelt als "Pianist des wissenschaftlichen Zeitalters" (Joachim Kaiser) und Steinway verlieh ihm das Attribut "Pianist unter den Pianisten". Auf dem Gipfel seiner Karriere geschah 1996 das nächste Unglück: Bei einem Unfall wurde Josef Bulvas linke Hand zertrümmert. Seine pianistische Karriere galt damit als beendet.

Bulva zog sich aus dem musikalischen Leben zurück, gab aber das Klavierspiel nie auf. Nach etlichen Operationen trainierte er täglich, koordinierte seine Arme und Beine neu. Im Herbst 2010 kehrte Josef Bulva erfolgreich auf die Bühne zurück. Die Dokumentation von Christian Weisenborn und Christian Gramstadt zeigt die Stationen im Leben des Ausnahmepianisten, die Höhepunkte seines künstlerischen Schaffens, den tiefen Fall und seinen grandiosen Neustart.

(wa)

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