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Schrekers "Die Gezeichneten" an Komischer Oper Berlin

21. Januar 2018 - 23:26 Uhr

Berlin – Misshandelte Kinder, ein Schweigekartell von Edelmännern und eine tragische Liebe: Calixto Bieito hat in Berlin Franz Schrekers Künstleroper "Die Gezeichneten" als Blick in seelische Abgründe inszeniert. Der spanische Regisseur, der immer wieder für Opernskandale sorgt, lässt an der Komischen Oper Berlin das Psychodrama um das Thema Pädophilie kreisen. Das Stück hatte am Sonntagabend Premiere. (RezensionHölle der Kuscheltiere – Bieito bringt "Die Gezeichneten" nach Berlin)

"Die Gezeichneten"

"Die Gezeichneten"

Schrekers Oper gilt als ein herausragendes Werk des Musiktheaters des 20. Jahrhunderts. Es geht dekadent zu in dem Stück um den körperlich und seelisch versehrten Künstler Alviano, der sich auf einer Insel vor Genua eine geheime Utopie von Erotik und Kunst erschaffen hat. Doch dann kommen die Bürger Genuas dem Geheimnis auf die Spur.

Gespielt wird im ersten Akt vor einer weißen Wand, im zweiten öffnet sich der Vorhang zum Elysium, Alvianos Lasterhöhle. Vom Publikum gefeiert wurden vor allem Peter Hoare als Alviano, Michael Nagy als sein Gegenspieler Tamare sowie Aušrinė Stundytė als die Malerin Carlotta. Großen Beifall erhielten der Dirigent Stefan Soltesz und das Orchester der Komischen Oper, Bieito musste einige Buhrufe aushalten.

(dpa/MH)

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