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Bayerische Staatsoper plant viele weniger bekannte Werke

18. März 2018 - 15:47 Uhr

(Korrespondentenbericht)

München – Die Bayerische Staatsoper präsentiert in der neuen Spielzeit 2018/19 einen Leckerbissen für Fans der großen Oper: Giuseppe Verdis "Otello". Verdi habe sich bei seiner vorletzten Komposition "auf der Überhöhe seiner Meisterschaft" befunden, sagte Generalmusikdirektor Kirill Petrenko am Sonntag im Münchner Nationaltheater. Der Russe wird die Neuinszenierung zusammen mit der Regisseurin Amélie Niermeyer und dem Opern-"Traumpaar" Jonas Kaufmann (Otello) und Anja Harteros (Desdemona) herausbringen.

Bayerische Staatsoper

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Er werde dafür auch das Autograph studieren, sagte Petrenko. "Es heißt, man kennt Otello. Aber es gibt hier noch vieles zu entdecken." Insgesamt stehen acht Opern- und zwei Ballettpremieren auf dem Spielplan der nächsten Saison.

Eröffnet wird die Spielzeit am 21. September 2018 mit einem Jubiläumsfestkonzert, für das 2.000 Freikarten verlost werden. Gefeiert werden das 200-jährige Bestehen des neoklassizistischen Münchner Nationaltheaters und der 100. Jahrestag des Übergangs der einstmals Königlichen Oper in die Hände der jungen bayerischen Republik. Das Motto der kommenden Spielzeit "Alles was recht ist" will Staatsintendant Nikolaus Bachler auch als "Zumutung" verstanden wissen. "Man findet darin viele Tabu-Überschreitungen wieder, die ja auch Teil der Kunst sind."

Zu den Opernfestspielen 2019 leitet Petrenko zusammen mit dem polnischen Regisseur Krzysztof Warlikowski eine weitere Neuproduktion: Richard Strauss' "Salome". Zudem betreut der Münchner Publikumsliebling mehrere Wiederaufnahmen, zwei Akademiekonzerte (unter anderem mit Ludwig van Beethovens "Missa solemnis") sowie das traditionelle Open-Air-Konzert "Oper für alle". Danach wird der öffentlichkeitsscheue Russe offiziell die Nachfolge von Sir Simon Rattle als Chef der Berliner Philharmoniker antreten und München schrittweise verlassen.

Mit Neuinszenierungen von Bedrich Smetanas "Die verkaufte Braut" (Dirigent: Tomás Hanus, Regie: David Bösch), Ernst Kreneks Zwölftonoper "Karl V." (Dirigent: Erik Nielsen, Regie: Carlus Padrissa/La Fura dels Baus), Giacomo Puccinis "La Fanciulla del West" (Dirigent James Gaffigan, Regie Andreas Dresen) sowie Christoph Willibald Glucks "Alceste" (Dirigent: Antonello Mancorda, Regie: Sidi Larbi Cherkaoui) und Georg Friedrich Händels "Agrippina" (Dirigent: Ivor Bolton, Regie: Barrie Kosky) pflegt die Staatsoper intensiver als sonst das weniger bekannte Repertoire.

Das Opernstudio, die begehrte Nachwuchsschmiede des Hauses, präsentiert an einem Abend zwei Einakter: Igor Strawinskys "Mavra" sowie Peter Tschaikowskys "Iolanta", während das Bayerische Staatsballett unter Igor Zelensky mit "Jewels" eine 1967 entstandene Produktion des "Tanzvisionärs" George Balanchine auf die Bühne des Nationaltheaters bringt. Die zweite Ballettpremiere wird von dem jungen russischen Choreographen Andrey Kaydanovsky realisiert. Zu den Opernfestspielen 2019 gibt es noch ein weiteres Highlight: Einen Liederabend mit der russischen Primadonna Anna Netrebko.

(Von Georg Etscheit, dpa/MH)

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