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Freundlicher Beifall für "Blaubart" an Komischer Oper

24. März 2018 - 00:18 Uhr

Berlin (MH) – Mit Jacques Offenbachs "Blaubart" hat der norwegische Opernregisseur Stefan Herheim erstmals eine Operette inszeniert. Die Premiere an der Komischen Oper Berlin bekam am Freitagabend freundlichen Beifall. Das Publikum applaudierte nicht unbedingt enthusiastisch, sondern wirkte etwas ermüdet nach der für eine Operette streckenweise langatmigen Aufführung.

"Blaubart"

"Blaubart"

Bravo-Rufe gab es nur für die Schauspieler Wolfgang Häntsch als Gevatter Tod und Rüdiger Frank als Cupido. Aus dem Sängerensemble ragten Wolfgang Ablinger-Sperrhacke in der Titelpartie sowie Vera-Lotte Böcker (Fleurette/Hermia) und Johannes Dunz (Daphnis alias Prinz Saphir) heraus. Sarah Ferede in der Rolle der Boulotte glänzte darstellerisch, zeigte aber gesangliche Schwächen. Das Orchester der Komischen Oper unter der Leitung von Clemens Flick Stefan Soltész begleitete das Bühnengeschehen souverän.

In seiner mit Dramaturg Alexander Meier-Dörzenbach und dem Dirigenten Clemens Flick erstellten deutschsprachigen Fassung der Operette schlägt der Regisseur einen Bogen zwischen einer historischen Kunstwelt und der Gegenwart. Teilweise überstrapaziert er dabei Berlin-Bezüge. Der legendären Produktion von Walter Felsenstein erweist Herheim in liebevollen Details die Ehre. Die Inszenierung des Gründers der Komischen Oper wurde von 1963 mit Unterbrechungen bis 1992 aufgeführt und hat die Sicht auf das Werk maßgeblich mitgeprägt.

Die ursprünglich für den 17. März geplante Premiere war wegen "technischer und sicherheitstechnischer Probleme" am Bühnenbild um eine Woche verschoben worden.

Berichtigung (24.03.2018 – 09:08 Uhr): Im zweiten Absatz wurde berichtigt: Stefan Soltész (nicht: Clemens Flick)

(tr/wa)

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Komische Oper Berlin verschiebt "Blaubart"-Premiere
(08.03.2018 – 17:41 Uhr)

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Link:

http://www.komische-oper-berlin.de

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