Cottbuser Theaterintendant tritt zurück – GMD soll gehen

27. April 2018 - 17:53 Uhr

Cottbus/Berlin (MH) – Der Intendant des Staatstheaters Cottbus, Martin Schüler, tritt zum Ende der aktuellen Spielzeit zurück. "Ich habe die wichtigste Grundlage der Zusammenarbeit – das Vertrauen des Ensembles – verloren", hieß es in einer persönlichen Erklärung am Freitag. "Leidenschaftlich um künstlerische Perfektion und den Erfolg für das Theater bemüht, habe ich die wachsenden Nöte des Ensembles und die Zwänge, unter denen Leistungen erbracht wurden, aus dem Blick verloren."

Staatstheater Cottbus

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Hintergrund der Entscheidung ist ein andauernder Konflikt zwischen dem Philharmonischen Orchester, dem Opernensemble und dem Generalmusikdirektor Evan Christ. Dieser wurde ebenfalls am Freitag bis zum Ende der Spielzeit beurlaubt. "Wir streben die Beendigung des Arbeitsverhältnisses an", erklärte der Vorstandsvorsitzende der für den Theaterbetrieb verantwortlichen Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt(Oder), Martin Roeder.

Aus der Belegschaft des Theaters gab es in den vergangenen Wochen zunehmende Kritik am Führungsstil des Generalmusikdirektors. Christ wurden Beleidigungen gegenüber Kollegen und cholerische Ausfälle vorgeworfen. Erst im Dezember hatte der Stiftungsrat seinen Vertrag bis Sommer 2024 verlängert. Der Dirigent leitet das Philharmonische Orchester am Staatstheater seit 2008.

(wa)

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