Staatsoper Berlin stimmt auf Luigi-Nono-Premiere ein

16. Februar 2012 - 08:20 Uhr

Von Revolutionen, starken Frauen und großen Utopien handelt Luigi Nonos bahnbrechendes Musiktheater "Al gran sole carico d’amore". 1975 in Mailand uraufgeführt, ist das Werk ab 01. März 2012 erstmals in Berlin zu sehen. Zur Einstimmung auf die Premiere bietet die Staatsoper Berlin ein facettenreiches Rahmenprogramm. Zwischen dem 17. und 26. Februar gibt es sie im Schiller Theater ein Podiumsgespräch, eine Filmvorführung, eine Lesung mit Musik und einen Einführungsvortrag. Am 18. Februar findet zudem eine offene Probe im Kraftwerk Mitte statt, wo die Oper auch aufgeführt wird.

Bühnenbild

Den Auftakt der "Werkstatt Nono" bildet ein Podiumsgespräch am 17. Februar um 19:00 Uhr. Über Leben und Werk des Komponisten unterhalten sich der Akademiepräsident und ehemalige Opernintendant Klaus Zehelein, der Musikwissenschaftler Jürg Stenzl und Staatsopern-Intendant Jürgen Flimm.

Am 18. Februar laden Regisseurin Katie Mitchell und die Staatsoper Berlin zu einer offenen Probe von Luigi Nonos "Al gran sole carico d’amore" ein. Ab 14:00 Uhr bieten sie einen ersten Einblick in die imposanten Räume des Industriedenkmals Kraftwerk Mitte sowie einen rund 45-minütigen Ausschnitt aus den laufenden Proben. Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch ist eine Ticketreservierung erforderlich (Telefon 030 / 20 35 45 55 oder email tickets@staatsoper-berlin.de).

Anschließend wird im Schiller Theater die Dokumentation "A Trail on the Water – Abbado, Nono, Pollini" von Bettina Ehrhardt und Wolfgang Schreiber gezeigt (16:00 Uhr). Der Film porträtiert Luigo Nono aus der Sicht des Dirigenten Claudio Abbado und des Pianisten Maurizio Pollini, die Nono in einer langjährigen, sehr engen Freundschaft verbunden waren. Vorab gibt es ein Gespräch mit der Filmemacherin Bettina Ehrhardt.

Jan Josef Liefers und Stefan Kurt lesen am 19. Februar ab 16:00 Uhr eine Auswahl von Texten aus den Original-Quellen des Librettos von "Al gran sole carico d’amore". Musikalisch flankiert wird die Lesung von Luigi Nonos letztem Werk "'Hay que caminar' sognando" für zwei Violinen, es spielen Wolfram Brandl und Knut Zimmermann von der Staatskapelle Berlin.

Szenenfoto

Am 26. Februar hält Nina Jozefowicz einen Einführungsvortrag zu "Al gran sole carico d’amore" (11:00 Uhr). Die Musikwissenschaftlerin und Geschäftsführerin der Agentur lingualounge promovierte 2011 an der TU Berlin über die Vokalkompositionen mit Tonband von Luigi Nono. Seit 2005 steht sie in dauerhaftem Austausch mit Nuria Schoenberg Nono und dem Archivio Luigi Nono in Venedig.

Einzelkarten für die "Werkstatt Nono"-Veranstaltungen kosten 5 Euro (ermäßigt 3 Euro). Das Podiumsgespräch, die Lesung und der Film können auch als Paket für 10 Euro (ermäßigt 7 Euro) gebucht werden. Inhaber eines Tickets für eine der Opernvorstellungen erhalten bei Vorlage freien Eintritt zum gesamten Rahmenprogramm.

Die ebenso subtile wie eindringliche Inszenierung von Katie Mitchell ist unter der musikalischen Leitung von Ingo Metzmacher in einer einmaligen Aufführungsserie fünf Mal im Kraftwerk Mitte zu erleben (01., 03., 05., 09. und 11. März 2012). Tickets zum Preis zwischen 37 und 84 Euro sind im Internet und telefonisch (030 / 20 35 45 55) erhältlich.

(wa)

http://www.staatsoper-berlin.de/

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