Toscanini über sich selbst

29. Februar 2012 - 09:02 Uhr

Mittwoch, 29. Februar 2012 / 21:40 – 22:50 Uhr
ARTE

Dokumentation (Frankreich 2008) Der italienische Dirigent Arturo Toscanini (1867-1957) ist für viele der größte seiner Zeit. Berühmt war er für sein Gedächtnis, sein Wissen und sein musikalisches Wirken an der Mailänder Scala und in New York. In diesem Film erzählt er aus seinem Leben.

Toscanini über sich selbst

Toscanini wurde in Parma geboren. Er war nicht nur ein außergewöhnlicher Musiker, der an der Mailänder Scala, der New Yorker Metropolitan Opera und auf diversen europäischen Festspielen wirkte, sondern auch auf vielen anderen Gebieten begabt. So verfügte er über ein fast enzyklopädisches Wissen und war berühmt für sein fotografisches Gedächtnis. Als einer der Ersten öffnete er sich den neuen Technologien Radio und Fernsehen. Abgestoßen vom italienischen Faschismus emigrierte er in die USA und fungierte seit 1938 als wichtiges Symbol des Anti-Totalitarismus.

1954 verließ ihn seine Sehkraft, und er sollte nie wieder öffentlich auftreten. Er zog sich in sein Haus in Riverdale/New York zurück. Hier empfing er zahlreiche Besucher. Sein Sohn Walter zeichnete heimlich viele der Gespräche auf, die Toscanini mit seinen Besuchern und seiner Familie führte. "Toscanini über sich selbst" basiert auf diesen bisher unveröffentlichten Aufnahmen aus seinen letzten drei Lebensjahren, in denen die Stimme des großen italienischen Dirigenten aus seinem eigenen Leben erzählt und gleichzeitig als Zeitzeuge einen Eindruck der historischen Ereignisse seiner Epoche gibt.

Der Maestro und seine Gesprächspartner werden von Schauspielern verkörpert. Der Zuschauer erfährt intime Einzelheiten aus Toscaninis Leben und über seine Zeitgenossen und Wegbegleiter. In den Unterhaltungen geht es um seine musikalischen Anfänge als Cellist und um Giuseppe Verdi, zu dessen Beerdigung er das berühmte Requiem dirigierte, Toscaninis Streit mit Puccini, seine enge Zusammenarbeit mit Catalani und Wagners Musik, die ihn so sehr beeindruckte, dass er beschloss, nie selbst zu komponieren. Ausschnitte aus Konzertaufzeichnungen mit Toscanini am Dirigentenpult sowie Bilder seiner Zeit und seiner Umgebung illustrieren seine Worte.

(pt/wa)

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