Brahms-Institut erwirbt Brief des Komponisten

13. November 2018 - 17:40 Uhr

Lübeck/Berlin (MH) – Das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL) hat einen bisher unveröffentlichten Brief des Komponisten Johannes Brahms (1833-1897) erworben. In dem dreiseitigen Schreiben vom 14. Oktober 1868 gratuliert Brahms der Zürcher Sängerin Maria Schmidt zur Hochzeit mit dem Komponisten und Pianisten Theodor Kirchner, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Der Brief sei in einem amerikanischen Antiquariat aufgetaucht. Den Ankauf habe der Förderverein des Brahms-Instituts unterstützt.

Brahms-Brief an Maria Schmidt

Brahms-Brief an Maria Schmidt

Das Schreiben zeige, "wie virtuos der immer wieder als schreibfaul dargestellte Brahms die Gattung Brief in Wirklichkeit beherrschte", erklärte Institutsleiter Wolfgang Sander. Mit seiner Briefanrede nehme der Komponist die bevorstehende Eheschließung, die am 15. Oktober 1868 in der Neumünsterkirche in Zürich-Riesau vollzogen wurde, spielerisch vorweg: "Sehr geehrtes Fräulein, (lies: gnädige Frau)". Weiter schreibe Brahms scherzhaft, dass sich "oben angedeutete Metamorphose grade zwischen Schreiben und Lesen" vollziehe.

Der Brief ergänze "perfekt" die Sammlung des Brahms-Instituts, die auch einen Teilnachlass von Theodor Kirchner umfasst, fügte Sandberger hinzu. Der Bestand ist 1991 über Kirchners letzten Schüler Conrad Hanns nach Lübeck gekommen.

(wa)

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