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Buhkonzert für neue Berliner "Zauberflöte"

17. Februar 2019 - 23:34 Uhr

Berlin (MH) – Die Neuproduktion von Mozarts "Die Zauberflöte" hat am Sonntagabend das Publikum in der Berliner Staatsoper erzürnt. Schon während der Premierenvorstellung gab es für manche Szene Pfiffe, am Schluss setzte es heftige Buhrufe. Die Darsteller wie Marionetten agieren und an den Seilen teilweise schweben zu lassen – mit diesem Konzept konnten Regisseur Yuval Sharon, Bühnenbildnerin Mimi Lien und der für die Kostüme verantwortliche Modedesigner Walter Van Beirendonck nicht landen. In der viel zu überladenen Inszenierung missfielen Ideen wie die Feuer- und Wasserprobe von Pamina und Tamino in der Küche am Herd spielen zu lassen.

"Die Zauberflöte"

"Die Zauberflöte"

Applaus erhielt hingegen das Sängerensemble um Kwangchul Youn (Sarastro), Julian Prégardien (Tamino), die für Anna Prohaska eingesprungene Serena Sáenz Molinero als Pamina und Tuuli Takala als Königin der Nacht. Lediglich für den Papageno von Florian Teichtmeister gab es einzelne Pfiffe – unberechtigt, da der Schauspieler seine Sache auch als Sänger durchaus gut gemacht hat. Das Orchester unter der Leitung der mexikanischen Dirigentin Alondra de la Parra, die kurzfristig für Franz Welser-Möst übernommen hat, war gelegentlich etwas zu schnell für die Sänger.

Neben der neuen Version zeigt die Staatsoper Unter den Linden weiterhin die 25 Jahre alte Inszenierung von August Everdingt mit den nach Schinkels Entwürfen gestalteten Bühnenbildern.

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(ia/wa)

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