Anzeige

Anzeige

Classical:NEXT-Showcases beweisen Vielfalt

14. März 2012 - 10:50 Uhr

Die ersten fünf Showcases der Musikmesse Classical:NEXT stehen fest. Sie deuteten bereits die Vielfalt an, die künftig auf den Bühnen des Klassikbetriebes herrschen wird, erklärten die Messe-Organisatoren am Dienstag in Berlin. So treten die Improvisationen der türkischen Pianistin Seda Röder in einen Dialog mit Kompositionen von John Cage, während die "ECHO Klassik"-Gewinner des deutschen Trios Sax Allemande Arien und Klavierrepertoire in Versionen für drei Saxophone präsentieren.

Seda Röder

Das Sjaelland String Quartet aus Dänemark und das Ensemble Variances spielen ansprechende zeitgenössische Musik. Die vier Solo-Streicher der Kopenhagener Philharmoniker erkunden Korrespondenzen zwischen romantischen und zeitgenössischen dänischen Kompositionen. Die französischen Musiker bringen Kompositionen ihres Ensemble-Mitgliedes Thierry Pécou zu Gehör. Die Pianistin Seda Röder äußerte sich begeistert über ihre Teilnahme an Classical:NEXT. Die Messe sei "ein revolutionäres Forum, das die Klassik-Community zusammenbringen und unseren künftigen Blick auf die klassische Musik verändern will", sagte Röder.

Die Showcases wurden von einer internationalen Jury aus mehr als 100 Bewerbungen ausgewählt. Jurymitglied David Orlowsky nannte die Selektion eine Herausforderung, "schon wegen der schieren Anzahl der Angebote". Viele Gruppen hätten einen spannenden Ansatz, klassische Musik zu präsentieren. "Es ist toll, dass es nun ein Forum dafür gibt! Wenn das nun die Runde macht, sind für die zukünftigen Ausgaben sogar noch mehr innovative und erfrischende Einreichungen zu erwarten", sagte Orlowsky.

Einige dieser "spannenden Ansätze" werden in einer Special Presentation zu sehen sein, die die Musik von Bach und moderne Web-Technologie zusammenbringt. Für das "Open Goldberg Variations Project" wird die international bekannte Pianistin Kimiko Ishizaka Bachs Meisterwerk aufführen. Dabei kann das Publikum zum Beispiel auf einer Leinwand verfolgen, an welcher Position in den Noten die Pianistin gerade ist. Möglich macht das die Klangverfolgungs-Technologie des Open Source Notensatzprogrammes Musescore und eine eigens erstellte Notenausgabe. Die Notenausgabe und Ishizakas Aufnahme des Stückes wurden durch Crowdfunding finanziert und unter "public domain-Lizenz" veröffentlicht.

Das Show-Programm wird ergänzt durch die Partner-Initiative "C:NEXT Level", die den Geist der Classical:NEXT am 31. Mai und 1. Juni in die Münchner Clubs "Harry Klein" und "Bob Beaman" tragen wird.

Die Musikmesse Classical:NEXT findet erstmals vom 30. Mai bis 02. Juni 2012 im Münchner Gasteig statt. Mit Ausstellungen, Konferenzen und Showcases verbindet sie Aktive der klassischen Musikszene aller Stile, Epochen und Genres. Initiiert vom Verband der unabhängigen Labels (CLASS), wird das internationale Fachforum von der piranha womex AG produziert, die seit 1994 die Weltmusikmesse WOMEX ausrichtet. Für die Classical:NEXT liegen bisher über 250 Registrierungen vor. Einzelbesucher und Firmen können sich bei Classical:NEXT noch bis zum 30. März zu Frühbucher-Konditionen anmelden.

(wa)

http://www.classicalnext.com/

Mehr zu diesen Schlagwörtern: , , , , , , ,
Print Friendly
Andere Beiträge