Hannovers neue Opern-Intendantin setzt auf Neugierde

26. April 2019 - 19:42 Uhr

Hannover/Berlin (MH) – Die designierte Intendantin der Staatsoper Hannover, Laura Berman, stellt ihre erste Spielzeit unter das Motto "Koordinaten des Anderen". Neugierde auf das Fremde und Vielfalt als Chance für die Gesellschaft stünden dabei im Vordergrund, erklärte sie am Freitag bei der Saisonvorstellung. Dafür kommen internationale Regieteams aus der Schweiz, Russland, den USA und Tschechien nach Hannover, die erstmals an der Staatsoper arbeiten.

Spielzeit-PK Staatstheater Hannover

Spielzeit-PK Staatstheater Hannover

"Die Begegnung mit dem Anderen bedeutet für uns auch den offenen Dialog in unserer eigenen Institution", sagte Berman. "Wir bündeln unsere Kräfte mit dem Schauspiel und zeigen als erste Koproduktion eine Uraufführung." Die Oper "Der Mordfall Halit Yozgat" von Ben Frost soll im April auf die Bühne kommen.

Die Saison 2019/20 startet am 14. September mit der Premiere von "La Juive" (Die Jüdin) des französischen Komponisten Fromental Halévy (1799-1862). Insgesamt sind zwölf Neuproduktionen geplant. Das Niedersächsische Staatsorchester ist unter anderem in acht Sinfoniekonzerten und drei Kinderkonzerten zu erleben. Am Pult gastieren etwa der Italiener Michele Spotti oder die chinesisch-amerikanische Dirigentin Xian Zhang.

"Ein Herzensanliegen von mir können wir bereits in dieser Spielzeit umsetzen", betonte Berman. "Wir haben das Angebot für Familien erweitert, so dass junge Menschen außerhalb des Schulkontexts Oper, Konzert und Tanz gemeinsam mit ihren Lieben kennenlernen können – in ihrer Freizeit". Neben den Produktionen für ein junges Publikum plant sie ein breit angelegtes Vermittlungsprogramm unter dem Namen "Xchange".

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(wa)

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