Ludovico Einaudi: Wegen Einbrecher zum Musiker

15. Mai 2019 - 16:01 Uhr

Hamburg/Berlin (MH) – Der italienische Komponist und Pianist Ludovico Einaudi wollte als Kind Fotograf werden. Als er zwölf Jahre alt war, habe sein Vater ihm eine Rolleiflex-Kamera geschenkt, die er von da an überall mitgenommen habe, sagte Einaudi dem ZEITmagazin (16. Mai). "Ich fotografierte alles", erklärte der 63-Jährige. Er habe auch gelernt, wie man Bilder entwickelt und damit viele Stunden verbracht.

Ludovico Einaudi

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"Eines Tages wurde dann bei uns in Mailand eingebrochen, auch meine geliebte Kamera nahmen die Diebe mit", berichtete Einaudi. Er sei so traurig gewesen, dass er jahrelang nicht mehr fotografierte. "Ich hatte wirklich eine enge Beziehung zu dieser Kamera entwickelt und wollte einfach keine andere haben." In dieser Zeit habe ihn die Musik getröstet und sei schließlich zu seiner größten Leidenschaft geworden.

Seit einigen Jahren fotografiere er wieder. "Wenn ich auf Tournee bin, habe ich immer fünf bis sechs Kameras im Gepäck, darunter auch eine neue Rolleiflex", sagte Einaudi. Er gehe jeden Tag spazieren und mache Bilder. Manchmal sei er nur für eine Stunde unterwegs, in der Natur könnten es auch mal viele Stunden werden. "Wenn ich in Berlin bin, sehe ich immer zu, dass mir genügend Zeit bleibt, im Zoologischen Garten umherzuspazieren."

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(wa)

(Redaktionshinweis: Der ZEITmagazin-Artikel lag MH vorab in redaktioneller Fassung vor.)

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