Sopranistin Gundula Janowitz erhält Hugo-Wolf-Medaille

22. Juli 2019 - 11:10 Uhr

Stuttgart/Berlin (MH) – Die österreichische Sopranistin Gundula Janowitz wird mit der Hugo-Wolf-Medaille geehrt. Die Künstlerin habe sich neben ihrer mehr als 30 Jahre dauernden Opernkarriere "mit mindestens gleicher Leidenschaft für die Gattung Lied stark" gemacht, teilte die Internationale Hugo-Wolf-Akademie für Gesang, Dichtung und Liedkunst am Montag in Stuttgart mit.

Gundula Janowitz

Gundula Janowitz

Die 1937 in Berlin geborene Janowitz erhielt ihre Ausbildung als lyrisch-dramatischer Sopran am Konservatorium in Graz. Bereits mit 23 Jahren wurde sie von Herbert von Karajan an die Wiener Staatsoper engagiert und blieb dort bis zu ihrem Abschied 1987 im Ensemble. Daneben gastierte sie auf den bedeutendsten Bühnen der Welt, darunter der New Yorker Metropolitan Opera, der Mailänder Scala, der Pariser Oper, der Deutschen Oper Berlin und in Bayreuth.

Die vielfach ausgezeichnete Künstlerin, die unter anderem Österreichische und Berliner Kammersängerin ist, glänzte auch im Konzert und im Lied. "Der Operngesang ist wahrscheinlich doch immer eine Effektsache. Das Lied hingegen ist viel verinnerlichter. Wer mir zuhören will, sei mir besonders in diesem Genre herzlich willkommen", sagte die Sängerin einmal.

Die undotierte Auszeichnung soll Janowitz am 6. Oktober bei einer Liedmatinee in der Stuttgarter Oper verliehen werden. Musikalische Reverenz erweisen ihr dabei die Sopranistin Juliane Banse, der Bariton Benjamin Appl und der Pianist Wolfram Rieger, der 2017 selbst die Hugo-Wolf-Medaille erhalten hat. Die Laudatio hält der Musikpublizist Wilhelm Sinkovicz.

Die Hugo-Wolf-Akademie ist eine der traditionsreichsten Institutionen zur Förderung und Erhaltung der Gattung Kunstlied. Ihre Anfänge reichen bis zu den Lebzeiten ihres Namenspatrons im ausgehenden 19. Jahrhundert zurück. Neben dem biennal stattfinden Internationalen Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart verleiht die Akademie seit 2008 die Hugo-Wolf-Medaille. Zu den bisherigen Trägern zählen Dietrich Fischer-Dieskau, Christa Ludwig, Brigitte Fassbaender sowie Thomas Hampson und Wolfgang Rieger.

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(wa)

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