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"Opernhaus des Jahres" im Elsass – Fünf Auszeichnungen nach Salzburg

18. September 2019 - 22:51 Uhr

Berlin (MH) – Die Opéra national du Rhin ist "Opernhaus des Jahres" 2019. Das ergab eine Umfrage unter 50 Musikkritikern in Europa und den USA, die die Zeitschrift "Opernwelt" am Mittwochabend veröffentlichte. Gewürdigt werde "ein Haus mit Spielstätten in Strasbourg, Colmar und Mulhouse, das sich als 'Opéra d’Europe' versteht und durch Entdeckerfreude, originelle Programme, vorbildliche Repertoirepflege sowie kreativen Esprit Aufsehen erregt".

Asmik Grigorian (Salome)

Asmik Grigorian (Salome)

Mehrere Auszeichnungen gehen in diesem Jahr an die Salzburger Festspiele. Die "Salome"-Inszenierung ist "Aufführung des Jahres". Romeo Castellucci wurde für die Produktion als "Regisseur des Jahres" und "Bühnenbildner des Jahres" gewählt. Und für die Verkörperung der Titelpartie wurde die litauische Sopranistin Asmik Grigorian zur "Sängerin des Jahres" – mit der Rekordanzahl von 24 Kritikerstimmen.

Den Titel "Dirigentin des Jahres" erhält die Nürnberger Generalmusikdirektorin Joana Mallwitz. Die 33-Jährige habe unter anderem mit Richard Wagners "Lohengrin" und Sergej Prokofjews "Krieg und Frieden" Furore gemacht. "Orchester des Jahres" wurde das Bayerische Staatsorchester mit Generalmusikdirektor Kirill Petrenko – zum sechsten Mal in Folge und insgesamt zum achten Mal. Zum "Chor des Jahres" wurde zum zwölften Mal der Chor der Staatsoper Stuttgart gewählt.

Die "Uraufführung des Jahres" war György Kurtágs "Fin de partie" am Teatro alla Scala in Mailand unter der musikalischen Leitung von Markus Stenz. Die "Wiederentdeckung des Jahres" fanden die Kritiker in Albéric Magnards "Guercoeur" (1901) am Theater Osnabrück.

"Kostümbildnerin des Jahres" ist zum ersten Mal Ursula Kudrna für Mozarts "Zauberflöte" bei den Salzburger Festspielen und Beat Furrers "Violetter Schnee" an der Berliner Staatsoper. Als "Nachwuchskünstlerin des Jahres" wird die norwegische Sopranistin Lise Davidsen ausgezeichnet.

Das "Ärgernis des Jahres" ist nach Ansicht der Kritiker "der Machtkampf um die Zukunft der Oper Halle". Die Auseinandersetzung zwischen künstlerischer Leitung und Geschäftsführung werten sie als "Affront gegen den von Intendant Florian Lutz und seinem Team angestoßenen Aufbruch".

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(wa)

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