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Jubel für "Rosenkavalier" am Theater Bonn

07. Oktober 2019 - 15:42 Uhr

Bonn (MH) – Einhellig gefeiert wurde die neue Inszenierung von Richard Strauss' Oper "Der Rosenkavalier" am Sonntag am Theater Bonn. Die turbulente Gesellschaftskomödie spielt gemäß der literarischen Vorlage Hugo von Hofmannsthals im Wien der Zeit Maria Theresias. Regisseur Josef Ernst Köpplinger hat sich von der besonderen Atmosphäre dieser Epoche inspirieren lassen, das Werk aber in einem eher zeitlosen Ambiente verortet. Reduziert aber wandlungsfähig ist das Bühnenbild von Johannes Leiacker.

Octavian (Emma Sventelius), Die Feldmarschallin (Martina Welschenbach) in

Der Rosenkavalier

Besonders großen Jubel erntete Generalmusikdirektor Dirk Kaftan für die ausgefeilte musikalische Seite der Inszenierung. Das Beethoven Orchester Bonn lief unter seiner energischen Leitung zu Höchstform auf und leuchtete die komplexe Partitur präzise und farbenreich aus. Vor allem der dritte Akt war eine wahre musikalische Sternstunde. Auch das bis in die Nebenrollen hinein erstklassig besetzte Ensemble überzeugte restlos, allen voran Franz Hawlata als grobschlächtiger Baron Ochs und Emma Sventelius als Octavian. Aber auch Martina Welschenbach (Feldmarschallin), Giorgos Kanaris (Faninal), Johannes Mertes (Valzacchi), und Louise Kemény (Sophie) sorgten für eine rundum ausgezeichnete Leistung.

Dazu trugen vor allem die temporeich und mit viel Situationskomik durchgestalteten Ensembleszenen im zweiten und dritten Akt bei, in denen Regisseur Köpplinger die Geschichte ebenso wie die Charakterisierung der Figuren voller Morbidität und Boshaftigkeit auf ein Höchstmaß verdichtete. Die Inszenierung ist eine Koproduktion mit der Wiener Volksoper, wo dieses Stück in zwei Jahren Premiere feiern wird.

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(gk/wa)

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