Musikrat fordert befristetes Grundeinkommen

16. März 2020 - 16:53 Uhr

Berlin (MH) – Der Deutsche Musikrat (DMR) fordert ein auf sechs Monate befristetes Grundeinkommen in Höhe von 1.000 Euro für alle freiberuflichen Kreativschaffenden. Bei einem laut Künstlersozialkasse durchschnittlichen Bruttojahreseinkommen von 13.000 Euro hätten Betroffene keinen Spielraum für Rücklagen, erklärte Generalsekretär Christian Höppner am Montag. Der Musikrat begrüße die Erklärung von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU), die Kultur- und Kreativwirtschaft angesichts der Coronakrise massiv zu unterstützen. Entscheidend sein, "dass jetzt rasch und ohne bürokratischen Aufwand geholfen werden kann."

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Die Folgen des Coronavirus seien für das gesamte Musikleben dramatisch. Neben vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen der Musikwirtschaft seien vor allem Freiberufler betroffen. Wegen der bundesweiten Absage von Veranstaltungen und musikpädagogischen Tätigkeiten brächen ihnen die Einkommen sofort weg, während die Kosten weiterlaufen.

Die Deutsche Orchester-Stiftung hat unterdessen eine Spendensammlung für freischaffende Musiker gestartet. Deren Lage sei dramatisch, erklärte der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung, Gerald Mertens. "Sie verlieren für die kommenden Monate ihre Lebensgrundlage. Viele stehen vor dem sozialen Aus", betonte er. Auch das Fachmagazin "Crescendo" hat ein Hilfskonto für freischaffende Musiker eingerichtet, "die sich durch 'Corona-Ausfälle' vor einer existenziellen Notlage befinden".

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(wa)

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Spendensammlung für freischaffende Musiker
(16.03.2020 – 13:12 Uhr)

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http://www.musikrat.de

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