Europakonzert der Berliner Philharmoniker trotz Corona

27. April 2020 - 16:21 Uhr

Berlin (MH) – Die Berliner Philharmoniker veranstalten ihr Europakonzert in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie, wenn auch in veränderter Form. Statt in Tel Aviv erklingt das Konzert am 1. Mai in der heimischen, leeren Philharmonie, teilte das Orchester am Montag mit. Um Abstandsregeln und Hygieneanforderungen einzuhalten, wurde auch das Programm angepasst. Chefdirigent Kirill Petrenko leitet die 4. Symphonie von Gustav Mahler nun in einer kammermusikalischen Fassung. Das Konzert wird ab 11:00 Uhr live im Fernsehen (Das Erste) und im Radio (rbbKultur) sowie in der Digital Concert Hall übertragen.

Berliner Philharmonie

Berliner Philharmonie

Seit 1991 erinnern die Berliner Philharmoniker jährlich mit einem Konzert an einem kulturgeschichtlich bedeutenden Ort in Europa an ihr Gründungsdatum, den 1. Mai 1882. In diesem Jahr sollte das Konzert in Tel Aviv den Auftakt einer großen Europatournee bilden. Es war auch Teil eines Staatsbesuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Israel. Wegen der weltweiten Corona-Pandemie wurden der Staatsbesuch verschoben und die Tournee abgesagt. Bundespräsident Steinmeier eröffnet das Europakonzert in der Philharmonie nun mit einer kurzen Ansprache.

Philharmoniker-Intendantin Andrea Zietzschmann und Chefdirigent Petrenko dankten allen Beteiligten, dass das Europakonzert stattfinden kann. "Dieses Konzert stand immer im Zeichen des geeinten Europa, eine Botschaft, die uns heute wichtiger denn je erscheint. Wir möchten mit diesem Konzert unserem Publikum weltweit Freude bereiten und ihm ein Signal der Verbundenheit senden", erklärten sie.

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(dpa/MH)

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