Opern in NRW fordern baldigen Neustart

01. Mai 2020 - 16:16 Uhr

Dortmund/Berlin (MH) – Mehrere Opernhäuser in Nordrhein-Westfalen haben eine baldmögliche Wiederaufnahme des Vorstellungsbetriebs gefordert. Die politischen Akteure im Land und Bund sollten "einen realistischen und zügigen Zeitplan" erarbeiten "und dafür in einen direkten und konstruktiven Dialog mit den Kulturschaffenden" treten. Ziel dieses Dialogs müsse es sein, den Spielbetrieb spätestens ab dem 1. September 2020 wieder aufzunehmen, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Freitag.

Theater Dortmund, Opernhaus

Theater Dortmund, Opernhaus

Die Oper Dortmund, das Aalto-Musiktheater Essen, das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, die Oper Wuppertal, das Theater Krefeld Mönchengladbach, das Landestheater Detmold und das Theater Münster haben sich der Initiative des Theaters Dortmund angeschlossen.

Notwendig sei eine Vorlaufzeit von zehn Wochen zwischen Ankündigung und Inkrafttreten von Lockerungen bestehender Einschränkungen. Die Häuser seien in der Lage, "Stückauswahl, Inszenierungen und das Besuchermanagement so anzupassen, dass diese den medizinischen und hygienischen Vorgaben entsprechen". So gebe es Opern für kleinste Formationen ohne Chor. Bei größer besetztem Repertoire könnten für eine Übergangszeit auch einzelne Chor- oder Orchesterstimmen über Teilplayback eingespielt werden.

Man anerkenne die "hohe gesellschaftliche Verantwortung", die die Theater als sozialer Begegnungen für die Eindämmung der Pandemie haben und akzeptiere grundsätzlich den Vorrang medizinisch gebotener Notwendigkeiten vor wirtschaftlichen und künstlerischen Überlegungen. Gleichzeitig verwiesen die Opern auf die massive, vielfach existenzielle Betroffenheit besonders der freien Künstler durch die behördlich angeordneten Einschränkungen.

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(wa)

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